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Schwein

Keine Entwarnung für Schweinesektor

von , am
26.01.2010

Damme - Die Landwirtschaftskammern haben ihre Prognosen über die Entwicklung der Wirtschaftsergebnisse für das Wirtschaftsjahr 2009/10 vorgelegt. Demnach gibt es für den Schweinesektor keine Entwarnung.

© agrarfoto

Diese Prognose basiert auf den Buchführungsergebnissen des Vorjahres 2008/09, auf Ergebnissen des ersten zurückliegenden Halbjahres und aus Trendanalysen. Diese Informationen werden gemeinsam verrechnet.

Seit Mitte 2008 entschärfte sich die dramatische Situation bei den Schweine haltenden Betrieben. Noch zu Beginn dieses Wirtschaftsjahres gab es Grund zu der Annahme, dass die Talsohle im Schweinezyklus durchschritten sei. Nach einer guten Erholung schwächeln sowohl die Ferkel- als auch die Mastschweinepreise erneut.

Schweinehaltung unter Druck

Für das gesamte Wirtschaftsjahr gehen die Landwirtschaftskammern von einem Rückgang im Preis aus, der um die zehn Prozent-Marke rangiert. Die Veredlungsbetriebe profitieren einerseits von der guten Getreideernte und deutlich gesunkenen Futtermittelkosten. Andererseits kommen die Preise für Fleisch und für Ferkel wieder mehr unter Druck. Spezialisierte Sauenhalter werden ihr Vorjahresergebnis nicht halten können. Vielmehr müssen sie befürchten, dass sich ein Rückgang von zehn Prozent im Unternehmensergebnis einstellen wird, wenn die Preise nicht doch noch deutlich anziehen.

Mäster profitieren von niedrigeren Betriebsausgaben

Die Schweinemäster profitieren in stärkerem Maße von gesunkenen Betriebsausgaben. Neben Dünger und Futtermittel kommt als dritte Komponente der rückläufige Ferkelzukaufspreis als stabilisierender Faktor hinzu. Trotz voraussichtlich niedrigerer Mastschweinepreise und geringerer Einnahmen im Getreidebau können diese Betriebe sogar mit einer leichten Steigerung des Unternehmensergebnisses rechnen. (isn)

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