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Vermarktung

Kritik an ITW: Lebensmitteleinzelhandel muss Verantwortung übernehmen

Mastschwein-Pigport

Norddeutsche Sauenhalter übten Kritik an der Initiative Tierwohl (ITW). Jetzt kam es zum Austausch. Die Forderung der Landwirte ist deutlich: "Der Lebensmitteleinzelhandel muss jetzt Verantwortung übernehmen."

am Mittwoch, 18.08.2021 - 13:29

Vertreter norddeutscher Sauenhalter der Bauernverbände aus dem Rheinland, Westfalen-Lippe, Niedersachsen sowie Schleswig-Holstein trafen sich mit Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer QS und Robert Römer, Geschäftsführer Initiative Tierwohl (ITW) in Münster zum Gespräch. 

Hintergrund ist die Kritik der Sauenhalter an die ITW: Schweinehalter, die einen Vertrag mit der ITW, beziehungsweise dem Vermarkter, abgeschlossen haben, erhalten trotzdem nicht in allen Fällen den Tierwohlbonus.

So wies Enno Garbade, Vorsitzende des Landvolk-Arbeitskreises Sauenhaltung auch gegenüber agrarheute bereits darauf hin, dass ITW-Fleisch auch entsprechend bezahlt werden müsse. Auch die 3.000 Euro Einstiegsprämie sowie die Ferkelprämie müssten voll ausgezahlt werden. Er sieht den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) jetzt am stärksten in der Verantwortung. Die Landwirte hätten ja bewiesen, dass sie bereit sind, mehr Tierwohl umzusetzen.