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Landkreis weitet Tierhaltungsverbot gegen Straathof aus

© Mühlhausen/landpixel
von , am
19.01.2015

Vergangene Woche hat der Landkreis Jerichower Land das Tierhaltungsverbot gegen Adrianus Straathof ausgeweitet. 70.000 Tiere müssen aus der Ferkelzuchtanlage in Gladau entfernt werden. Zudem sind 50.000 Strafe fällig.

Der Schweineproduzent Adrianus Straathof steht im Visier der Behörden. © Bökel
Einem MDR-Bericht zufolge gilt das Tierhaltungs-Verbot nun auch für die Glava GmbH in Gladau bei Genthin. Spätestens bis zum 31.August 2015 müssten nun 70.000 Tiere aus den Liegenschaften der Ferkelzuchtanlage entfernt werden, hieß es. Ansonsten drohten dem Unternehmen weitere Strafzahlungen. Der MDR zitiert dazu den Sprecher der Landkreise, Henry Liebe, wonach Straathof bereits eine Strafe in Höhe von 50.000 Euro zahlen müsse, weil er das bisherige Verbot nicht eingehalten habe.

Straathof weiter als Gesellschafter aktiv

Zwar sei der Niederländer im Dezember als Geschäftsführer der Glava GmbH zurückgetreten, jedoch habe er weiterhin als Gesellschafter Einfluss auf die Tierhaltungsbedingungen in seinen Betrieben nehmen können, so der Sprecher. Damit sei die Tierhaltereigenschaft noch immer gegeben. Weitere Strafzahlungen könnten Medienberichte zufolge fällig werden, wenn sich Straathof nicht endgültig zurückzieht. Der Niederländer hatte bereits beim ersten Verbot versucht zu klagen, war aber gescheitert. Gegen die jüngste Entscheidung legte er den Angaben zufolge ebenfalls Widerspruch ein.
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