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Lettland: Schweinepest bei Wild- und Hausschweinen

am Samstag, 28.06.2014 - 09:29 (Jetzt kommentieren)

Lettland hat diese Woche mehrere Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) gemeldet. Die Tierseuche wurde sowohl bei Wild-, als auch bei Hausschweinen festgestellt.

Lettland hat diese Woche mehrere Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) gemeldet. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) wurde das Virus bei drei tot aufgefundenen Wildschweinen im Distrikt Dagda an der Grenze zu Weißrussland festgestellt.
 
Im Distrikt Kraslava, sechs Kilometer von der weißrussischen Grenze entfernt, besteht in einer Hinterhofhaltung Verdacht auf Klassische oder Afrikanische Schweinepest. Bei drei der Schweine wurde das ASP-Virus nachgewiesen.
 
Beide Distrikte liegen in einer Region, für die bereits Restriktionsmaßnahmen zur Bekämpfung von Klassischer Schweinepest gelten.

Teils hohes Risiko der Einschleppung

Das FLI schätzt das Risiko, dass die Schweinepest durch kontaminiertes Material, Schweinefleisch oder Schweinefleischerzeugnissen nach Deutschland eingeschleppt wird als hoch ein. Nur mäßig hoch sei das Risiko einer Einschleppung durch den Jagdtourismus oder durch direkten Kontakt zwischen infizierten Wildschweinen. 

Erste Fälle Mitte Februar in Polen gemeldet

Polen hatte Mitte Februar erste Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen an der Grenze zu Weißrussland gemeldet, Ende Mai kamen zwei weitere in bestehenden Restriktionsgebieten hinzu. In zwei Gebieten von Litauen, die ebenfalls an Weißrussland grenzen, war die Tierseuche Ende Januar bei Wildschweinen festgestellt worden. Mit diesen Fällen erreichte die Afrikanische Schweinepest EU-Gebiet.
 
Im Juni 2013 meldete Weißrussland in der Grenzregion zu Polen erste Fälle. Eine Einschleppung in weitere Länder der Europäischen Union will das FLi nicht ausschließen.  
 
Das Virus könnte über Transportfahrzeuge, die aus betroffenen Regionen zurückkehren, sowie mit Produkten aus nicht durchgegartem Fleisch (Schinken, Salami) infizierter Schweine weiter verbreitet werden. Besonders das (illegale) Verfüttern von Speiseabfällen stellt nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts eine Infektionsquelle dar. 
 

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