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Sauenfütterung

Mit Linolsäure gegen Gewichtsverluste

© Mühlhausen/landpixel
Dr. Onno Burfeind/LuF/bes
am
28.01.2016

Konjugierte Linolsäuren beeinflussen den Fettstoffwechsel und sollen den Gewichtsverlust der Sauen während der Laktation begrenzen. Hier ist das Ergebnis eines Fütterungsversuches.

Das Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp in Schleswig-Holstein untersuchte, welche Auswirkungen konjugierte Linolsäure im Laktationsfutter der Sauen hat. Konkret wurde der Einfluss auf folgende Faktoren geprüft:

  • Biologische Leistung
  • Kondition
  • Milchzusammensetzung
  • Immunglobulinkonzentration der Milch

Ausgangsbedingungen

  • Insgesamt 213 Sauen nahmen an dem Versuch teil. Diese wurden in eine Versuchs- und eine Kontrollgruppe aufgeteilt und hatten identische Ausgangsbedingungen.
  • Im Laktationsfutter wurde 0,5% Sojaöl durch konjugierte Linolsäure ersetzt.
  • Die Kondition der Sauen wurde je zum Einstallen in die Abferkelbucht, nach dem Abferkeln und beim Absetzen erfasst. Dies erfolgte durch wiegen und messen der Rückenspeckdicke.
  • Bei je 10 Sauen wurde eine Milchprobe innerhalb 24 Stunden nach dem Abferkeln und erneut in der zweiten Säugewoche auf Immunglobuline A und G sowie Milchinhaltsstoffe untersucht.

Fazit

  • Erst in der zweiten Laktation unterschieden sich die Körpermasseverluste der Sauen während der Laktation. Während die Sauen in der Versuchsgruppe in der zweiten Runde durchschnittlich nur 12,5 Kilo von der Abferkelung bis zum Absetzen an Gewicht verloren, waren es in der Kontrollgruppe 21,9 Kilo.
  • Die Sauen sind in der Lage bei einem geringeren Konditionsverlust vergleichbare Aufzuchtleistungen zu erreichen.
  • Der Rohfettgehalt der untersuchten Milch lag bei den Sauen der Versuchsgruppe mit 68,8 g/l zwischen dem 8. und 14. Tag nach der Abferkelung signifikant niedriger als bei den Sauen in der Kontrollgruppe mit 75,8 g/l.
  • Die Konzentration der beiden Immunglobuline in der Versuchsgruppe war höher als in der Kontrollgruppe.
  • Für konkrete Aussagen zur Zusammensetzung der Milch sind noch weiter Untersuchungen notwendig.
     

Mastschweine und Ferkel unter einem Dach: So bleibt der Stall sauber

In den ersten Tagen im Flatdeck gießt Henrik Spannhake für die Ferkel frisches Wasser in einen Plastiktrog. © Anne-Maria Grave
In Reih und Glied hängen die Plastiktröge zur Beifütterung der Ferkel an der Wand. © Anne-Maria Grave
Vom Vorraum aus geht es durch die rechte Tür in den Aufzucht-, durch die linke Tür in den Mastbereich. Die passenden Klamotten hängen griffbereit an der Wand. © Anne-Maria Grave
Bei Henrik Spannhake leben Mastschweine und Aufzuchtferkel unter einem Dach. Regelmäßig säubert er die Ferkeltassen in den Abferkel-buchten. Tassen, Leitungen und den Anmisch­behälter für die Milch beziehungsweise den Prestarter reinigt der Landwirt jede Woche zweimal. © Anne-Maria Grave
Die Cups in der Abferkelbucht reinigt der Landwirt mit einer rotierenden Bürste, über die ein Plastikbehälter als Spritzschutz gestülpt ist. © Anne-Maria Grave
Zur Beschäftigung der Tiere hängt in jeder Aufzuchtbucht ein Heunetz, wie man es aus der Pferdehaltung kennt. © Anne-Maria Grave
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