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Urteil

Mäster bleibt nach Tod von 2.000 Schweinen ohne Strafe

Mastschweine im Stall
am Mittwoch, 14.08.2019 - 11:40 (Jetzt kommentieren)

Im April 2018 wurde in Unterfranken in einem Stall 2.000 tote Schweine entdeckt. Der Halter der Tiere bleibt straffrei. Er soll zum Zeitpunkt der Tat schuldunfähig gewesen sein.

Im April 2018 wurden im Stall eines Landwirts im unterfränkischen Gelchsheim im Landkreis Würzburg 2.000 tote Schweine entdeckt. Agrarheute berichtete über den Fall.

Jetzt hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den Landwirt eingestellt. Aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens sei davon auszugehen, dass der Mann zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war. Wie sich dies begründet wurde aus Persönlichkeitsschutz nicht weiter ausgeführt.

Bei Veruteilung hätten drei Jahre Gefängnis gedroht

Laut Tierschutzgesetz hätte der Landwirt mit bis zu drei Jahren Gefängnis im Fall einer Verurteilung bestraft werden können. Im Rahmen der Ermittlungen konnte nachgewiesen werden, dass der Mann ab Frühjahr 2017 einer Vielzahl seiner Pflichten verletzt hat. Daraufhin seien die Schweine gestorben.

Zuvor hatte der Landwirt schon erfolgreich gegen die Übernahme der Entsorgungskosten geklagt. 

Mit Material von BR

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