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Aus der Wirtschaft

Marktreport Schwein: Exportprobleme und großes Angebot

von , am
27.02.2014

Im Februar sind die Schweinepreise in Deutschland überraschend deutlich unter Druck geraten, nachdem es im Januar zunächst sogar nach einer Preiserholung aussah.


Dabei sind die Schweinepreise im Februar von 1,61 Euro/kg bis auf 1,50 Euro abgesackt und liegen damit sehr deutlich unter dem Niveau der letzten beiden Jahre. Der Hauptgrund für den Preisrückgang sind die Probleme der Europäer beim Export von Schweinefleisch nach Russland.

Nach Russland gingen nach den Daten der EU-Kommission ein Viertel aller europäischen Drittlandsexporte von Schweinefleisch. Damit sind die Russen noch vor China (21,5 %) und deutlich vor Honkong (12,5 %) und Japan (7 %) der größte Exportmarkt der Europäer. Der Anteil Russlands an den deutschen Drittlandsexporten liegt bei etwa 20 Prozent. Bezogen auf alle deutschen Ausfuhren - also einschließlich der Exporte in andere EU-Länder - liegt der Anteil Russlands bei etwa 5 Prozent.

Großes Angebot

Problematisch für den deutschen Markt und die Stabilität der Preise ist neben dem schwierigeren Export auch das große Angebot (Schlachtung) an Schweinen. In den ersten sieben Wochen des Jahres 2014 (und auch im Februar) war die Zahl der geschlachteten Schweine in Deutschland etwa ähnlich groß wie im Rekordjahr 2013. Im Vergleich zum Jahr 2012 ist die Schlachtmenge allerdings gut 6,0 Prozent größer und gegenüber den ersten beiden Monaten des Jahres 2011 beträgt der Zuwachs der Schlachtung sogar 16 Prozent.
 
Angesichts der aktuellen Marktlage hat sich auch die Preiserwartung für die nächsten Wochen verschlechtert. Am europäischen Terminmarkt lagen die Kontraktpreise für den Märztermin zuletzt nur noch bei 1,49 Euro/kg und für den April lag die Preiserwartung nur noch bei 1,55 Euro/kg und damit 4 Ct niedriger als in der letzten Woche.
 
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