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Aus der Wirtschaft

Marktreport: Trends am deutschen und EU-Schweinemarkt

von , am
17.10.2013

Beim Marktreport geht es diesmal um aktuelle Trends am deutschen und europäischen Schweinemarkt. Grundlage sind die Daten und Einschätzungen, welche die EU-Kommission Anfang Oktober vorgelegt hat.

 
Dabei wird zunächst deutlich, dass der Produktionsrückgang in der EU im laufenden Jahr weitaus schwächer ausgefallen ist als zunächst angenommen. Für Deutschland rechnet die Kommission für das Gesamtjahr 2013 mit einem Rückgang der Schweineproduktion von etwas mehr als einem Prozent und für die EU von rund zwei Prozent. Trotz des Produktionsrückgangs bleibt die Anzahl der in Deutschland geschlachteten Schweine und damit auch das Angebot ähnlich groß wie im Vorjahr. Bei einer deutschen Inlandsproduktion von rund 46,3 Mio. Schweinen liegt die Anzahl der geschlachteten Schweine in Deutschland bei rund 58,2 Mio. Tieren und damit fast genau auf den Niveau von 2012. Ursache sind die unverändert umfangreichen Importe von Schlachtschweinen aus unseren Nachbarländern.

Entlastung durch Export

Marktentlastung bringt deshalb vor allem der Export. Dabei war die Ausfuhr der Europäer in Drittländer in den ersten 8 Monaten des Jahres ähnlich hoch wie 2012. Die deutschen Ausfuhren in Drittländer waren hingegen etwas kleiner als im letzten Jahr. Grund ist vor allem der schwierigere Export nach Russland.
 
Bei den Preisen rechnet die Kommission für das Gesamtjahr 2013 mit einem Durchschnittpreis von 1,75 Euro/kg SG. Im Vergleich zu letzten Jahr wären dies im Schnitt fünf Cent höhere Preise. Schaut man an den Terminmarkt zeigen die Preiserwartungen für das letzte Quartal 2013 allerdings nach unten. Fast ähnlich verlief die Entwicklung auch im vorigen Jahr. Für den November rechnet man derzeit noch mit Preisen von gut 1,70 Euro Kg SG und für den Dezember liegt die Preiserwartung noch darunter.
 
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