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Aus der Wirtschaft

Maskenänderung: Müller-Ricken hebt Gewichtsgrenze an

von , am
16.10.2015

Das Unternehmen Müller-Rickens hat kurzfristig zum 15. Oktober seine Konditionen geändert. Einige Betriebe und Lieferanten des Schlachthofs in Garrel werden erhebliche Abzüge hinnehmen müssen.

Schweine dänischer Herkunft sind zukünftig unerwünscht. © fineart-collection/fotolia
Laut einem Anschreiben an seine Lieferanten, das dem Interessensverband ISN vorliegt, hat das Unternehmen Müller-Rickens, Inhaber des BMR Schlachthofs in Garrel, eine Änderung der Konditionen zum 15. Oktober angekündigt. Mit den Änderungen verbilligen sich Schweine aus den betroffenen Kategorien schnell um mehr als 10 Cent/kg SG, insbesondere dänische Herkünfte sind betroffen.

Das sind die Änderungen:

  • Schweine mit Salmonellenstatus Kat. 3 nur noch nach Absprache.
  • Schweine mit Salmonellenstatus Kat. 3  werden nicht als QS abgerechnet, das heißt mit rund 3 Cent Abzug.
  • Die untere Gewichtsgrenze in der FOM-Maske wird von 86 kg auf 89 kg angehoben.
  • Nur noch Tiere mit deutscher oder niederländischer Herkunft. Bei Partien mit dänischer Duroc-Abstammung fallen die Handelsaufschläge über 55 Prozent MFA weg.

Chance für deutsche Ferkelerzeuger

Die ISN kritisiert insbesondere die Kurzfristigkeit der Maskenänderung. Für die betroffenen Betriebe sei es erfahrungsgemäß schwer, neue Vermarktungswege zu finden, zumal die Alternativen für Tiere mit Duroc-Abstammung bereits in der Vergangenheit weniger geworden seien. Allerdings könne die Änderung hinsichtlich dänischer Herkünfte eine Chance für die deutschen Ferkelerzeuger sein.
 
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