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Mastration planen

Mastschweinefütterung: Erst rechnen, dann Füttern

Mastschweine-Schweinemast-Schweine
am Mittwoch, 13.02.2019 - 05:00

Ein neues Computerprogramm des Rheinischen Erzeugerrings für Mastschweine ermöglicht das einfache Optimieren der Fütterung – und das kostenlos.

Das neue Fütterungsprogramm nutzt im Wesentlichen die aktuellen Vorgaben der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie (GfE) und der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Das Programm ist eine Excel-Anwendung, die theoretisch von jedem Benutzer individuell auf die betrieblichen Bedürfnisse angepasst und weiterentwickelt werden kann. So können alle Anforderungen einer genauen Rationsgestaltung berücksichtigt werden. 

Die Anwendung enthält eine Vielzahl an Möglichkeiten, die dem Betriebsleiter wertvolle Hilfestellungen geben. Im gesonderten Tabellenblatt „Höchstgehalte“ finden Schweinehalter beispielsweise für Ferkel, Mastschweine und Sauen verschiedener Gewichtsund Leistungsbereiche die maximalen Höchstmengen aller im Programm enthaltenen Futtermittel. Das ist insbesondere zu Beginn der Rationsberechnung eine wichtige Orientierungshilfe.

Verschiedene Futterkurven hinterlegt

Zudem sind für alle Schweinespezies und ihre unterschiedlichen Gewichts- und Leistungsstadien automatisch anpassbare Orientierungswerte und Futterkurven im Programm vorhanden. Sie liefern Hinweise zu einer passgenauen Fütterung. In einer gemischtgeschlechtlichen Mast findet man in Abschnitten von 10 kg die Vorgaben für Tageszunahmen von 750, 850 und 950 g.

Liegen keine eigenen Analysedaten der eingesetzten Futtermittel vor, kann auch mit Durchschnittswerten gerechnet werden. Genauer ist jedoch, die Rationen mit eigenen Analysewerten zu berechnen. Das ist in der Regel bedarfsgerechter und auch kostengünstiger

Wichtige Futterkennzahlen berücksichtigt

Gibt man in der im Programm hinterlegten Futtermitteltabelle die Analysedaten der eingesetzten Einzelfuttermittel ein, erscheinen unmittelbar nach der Eingabe der Trockensubstanz und des Rohproteingehalts die Gehalte der wichtigsten essenziellen Aminosäuren und deren dünndarmverdaulicher (pcv = praecaecal verdaulicher) Gehalt. Auch weitere wichtige Futterkennzahlen werden automatisch anhand der eingegebenen Analysedaten berechnet. Zusätzlich ermittelt das Programm die Energie nach Einzelfutterund Mischfutterformel.

Bei den Analysewerten können für die einzelnen Futtermittel aber nicht nur Inhaltsstoffe, sondern auch Toxingehalte für Deoxynivalenol (DON) und Zearalenol (ZEA ) eingegeben werden. Und auch die Phosphorverdaulichkeit ist an die heutigen hochwirksamen Phytasen angepasst und liegt im Programm bei 75 Prozent.

Fütterungsrechner kostenlos downloaden

Das Programm bietet Landwirten ein breites Spektrum, um die Rationen zu kalkulieren. Die Excel-Datei kann kostenlos von der Internetseite des Rheinischen Erzeugerrings für Mastschweine (www.viehvermarktung-online.de) heruntergeladen werden.