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Mehr Schweine in Dänemark

von , am
19.05.2014

Kopenhagen - Die dänischen Schweineproduzenten haben wieder mehr Tiere im Stall stehen. Zum Stichtag 1. April 2014 waren 12,26 Millionen Schweine registriert; das waren 2 Prozent (%) mehr als ein Jahr zuvor.

© Mühlhausen/landpixel
Nach Angaben des dänischen Dachverbandes der Agrar- und Ernährungswirtschaft (L&F) gab es am 1. April 2014 240.000 Tiere mehr als am 1. April 2013. Zugleich war dies der höchste Stand seit mehr als fünf Jahren. Zuwächse waren laut L&F in fast allen Kategorien zu verzeichnen. Am stärksten fielen diese bei den Jungschweinen mit einem Gewicht von 20 Kilo (kg) bis zu 50 kg aus, wo ein Plus von 3,6 % auf 5,35 Millionen Tiere verzeichnet wurde.
 
Die Zahl der Ferkel nahm gegenüber April 2013 um 1,2 % auf 2,55 Millionen Stück zu, während der Bestand an Mastschweinen um 0,8 % auf 3,12 Millionen Tiere vergrößert wurde. Weitgehend unverändert blieb dagegen mit insgesamt 1,22 Millionen Stück die Zahl der Sauen; im Vorjahresvergleich wurden 0,6 % weniger tragende Muttertiere gehalten.Allerdings nahm die Zahl der nicht gedeckten Sauen geringfügig zu.

Boom beim Ferkelexport hält an

Weiter aufwärts ging es im ersten Quartal 2014 mit den dänischen Schweineexporten. Nach vorläufigen Angaben von L&F wurden insgesamt 2,68 Millionen Tiere ins Ausland verkauft; im Vergleich zum im ersten Quartal 2013 war das ein Zuwachs von fast 260.000 Schweinen oder 10,7 %. Vor allem bei den Ferkelausfuhren hielt der Boom der Vorjahre an. Zwar ging der Absatz leichter Tiere unter 15 kg zurück, doch der weitaus bedeutendere Export schwerer Ferkel bis 50 kg legte um 12 % auf knapp 2,5 Millionen Stück zu.
 
Die Dänen haben auch wieder mehr Schlachtschweine jenseits der eigenen Landesgrenzen verkauft; der Auslandsabsatz stieg binnen Jahresfrist um fast ein Viertel auf rund 92.600 Tiere. Die höheren Lebendexporte verhinderten allerdings den von der dänischen Schlachtbranche angestrebten Anstieg der heimischen Schlachtungen. Diese blieben von Januar bis März 2014 mit 4,82 Millionen Tieren knapp auf demNiveau des ersten Quartals 2013. Immerhin konnte damit der langjährige Rückgang des Schlachtaufkommens vorerst gebremst werden.
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