Login
Mast

Mehr Schweine in Deutschland als angenommen

© Mühlhausen/landpixel
von , am
10.09.2013

Wiesbaden - Das Statistische Bundesamt hat seine Schätzung des Schweinebestandes nach oben korrigiert. Das ändert aber nichts daran, dass im Vorjahresvergleich weniger Schweine gehalten wurden.

Die Gruppenhaltungspflicht für trächtige Sauen gilt bereits seit 1. Januar 2013. © agrar-press
In Deutschland sind Anfang Mai dieses Jahres mehr Schweine gehalten worden als die vorläufige amtliche Schätzung auswies. Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die betreffende Zahl deutlich nach oben korrigiert.
 
Gemäß den endgültigen Ergebnissen der Erhebung gab es zum Stichtag 3. Mai 2013 im Bundesgebiet rund 27,69 Millionen Schweine und damit rund 250.000 Tiere mehr als laut der Ende Juni veröffentlichten vorläufigen Resultate.

Vor allem Jungschweinebestand sinkt

Vor allem die Schweinehalter in Nordrhein-Westfalen hatten mehr Tiere in ihren Ställen als zunächst gedacht; die Bestandsschätzung wurde hier um 197.000 Stück auf 7,08 Millionen Schweine angehoben.
 
Die Korrektur der Wiesbadener Statistiker ändert aber nichts daran, dass im Mai 2013 in Deutschland insgesamt weniger Schweine als ein Jahr zuvor gehalten wurden. Der Bestand nahm im Vergleich zum Mai 2012 um 442.000 Tiere oder 1,6 Prozent (%) ab.
Dabei ging die Zahl der Jungschweine besonders stark zurück, und zwar um 5,5 % auf 5,29 Millionen Stück, was eine Ursache für das meist knappe Schlachtschweineangebot in diesem Sommer gewesen sein dürfte.
 
Deutlich im Minus blieb trotz leichter Korrektur nach oben auch die Zahl der Zuchtsauen: Binnen Jahresfrist wurden die betreffenden Herden insgesamt um 117.400 Tiere oder 5,4 % auf 2,05 Millionen Stück abgestockt; bei den tragenden Muttertieren fiel der Rückgang mit 6,5 % noch stärker aus.

Keine Korrektur bei Rindern

Bei den Viehzählungsergebnissen für Rinder mussten die Statistiker keine Korrekturen vornehmen; die dafür herangezogenen Daten aus der Datenbank des Herkunftssicherungs- und Informationssystems für Tiere (HIT) haben sich nicht verändert.
 
Somit bleibt es dabei, dass der Rinderbestand in Deutschland erstmals seit Jahren wieder gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat, nämlich um 0,9 % auf 12,59 Millionen Tiere. Zuwächse verzeichnete dabei insbesondere die Kategorie der männlichen Rinder über einem Jahr mit einem Anstieg der Tierzahl um 4,7 % auf fast 1,12 Millionen Stück. Die Zahl der Milchkühe stieg im Vergleich zu Mai 2012 um 0,8 % auf 4,22 Millionen Stück. 
Auch interessant