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MKS: Schutzmaßnahmen in Bulgarien gelockert

von , am
09.03.2011

Brüssel - Während die EU-Mitgliedstaaten einer Verkleinerung der MKS-Sperrzonen in Bulgarien zustimmten, bleibt die Lage in Südkorea weiterhin kritisch.

Bereis im Januar will die Bundesregierung einen Regierungsentwurf für ein neues Tierschutzgesetz vorlegen. © Mühlhausen/landpixel
Die Europäische Kommission hat das Sperrgebiet um die Ausbrüche der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Bulgarien verkleinert. Dafür erhielt sie von den EU-Mitgliedstaaten am Dienstag vergangener Woche grünes Licht.
Die Lockerung der Auflagen in Bulgarien wurde damit begründet, dass seit dem 31. Januar keine neuen Ausbrüche gemeldet worden seien und Bulgarien die Überwachungsmaßnahmen mit zufriedenstellendem Ergebnis durchgeführt habe. Die Verkleinerung der Sperrzone ist die erste Maßnahme, die die Kommission auf Grundlage des neuen Komitologieverfahrens verabschiedete

Nur noch zwei Hochsicherheitszonen

Wie die Brüsseler Behörde mitteilte, gelten bis auf weiteres nur noch die beiden Gemeinden Malko Tarnovo und Tsarevo in der Schwarzmeerregion Burgas als Hochrisikogebiete. Aus dieser Zone dürfen weiterhin weder für MKS empfängliche, lebende Tiere noch deren Erzeugnisse ausgeführt werden. Daneben wurden drei benachbarte Ortschaften als Niedrigrisikogebiet definiert. Dort gilt ein Transportverbot für Tiere, aber nicht für tierische Produkte. 
Die hochansteckende Tierkrankheit wurde um den Jahreswechsel bei einem erlegten Wildschwein festgestellt, das vermutlich aus der Türkei auf bulgarischen Boden wechselte. Daraufhin wurde die gesamte grenznahe Region Burgas zur Hochsicherheitszone erklärt. Vier umliegende Provinzen fungierten als Pufferzone.

Lage in Südkorea weiter angepannt

Keine Entwarnung gibt es bislang für Südkorea. Dort wurden seit Ende November infolge schwerer MKS-Ausbrüche mehr als drei Millionen Rinder, Schweine, Ziegen und Hirsche gekeult. Umweltschützer befürchten bereits Grundwasserprobleme wegen unsachgemäß entsorgter Kadaver.

Experten der FAO vor Ort

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schickte Anfang vergangener Woche Experten ins Land, um den koreanischen Behörden Unterstützung zu leisten. Wie die FAO mitteilte, wird die Aktion von der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) unterstützt. Das Team von auf Seuchen spezialisierten Tierärzten, Logistikern und Technikern soll Südkorea dabei helfen, weitere Ausbrüche und die Ausbreitung der Krankheit zu begrenzen. Ferner soll die langfristige Präventionsplanung unterstützt werden. Die gefundenen Virustypen sollen analysiert und mit den am besten geeigneten Impfstoffen abgeglichen werden.

Intervet liefert zwölf Millionen Impfstoffdosen

Unterdessen berichtete das Pharmaunternehmen Intervet/Schering-Plough Animal Health, zwölf Millionen Dosen Vakzin gegen MKS auf den Weg nach Asien gebracht zu haben. Die Chargen seien im MKS-Kompetenzzentrum in Köln hergestellt worden. Der Konzern zeigte sich stolz, die von Seoul Anfang Januar bestellten Mengen fristgerecht produziert und ausgeliefert zu haben. Die südkoreanische Regierung verfolgt nach anfänglichem Zögern mittlerweile die Strategie, den gesamten gefährdeten Nutztierbestand von schätzungsweise 13 Millionen Tieren gegen MKS zu impfen.
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