Login
Aus der Wirtschaft

Moskau verlangt zukünftig Veterinärzertifikate für Importe

von , am
22.11.2014

Moskau - Falls Schweinefleischimporte aus der EU wieder zugelassen werden, erklärte Russland, dass der Bezug nur mit neuen Veterinärzertifikaten möglich sein soll.

Im Vergleich zum Vorjahr waren die Schweinepreise vergangene Woche 2 Cent höher. © contrastwerkstatt/Fotolia
Neue Veterinärzertifikate macht der russische Föderale Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor) zur Bedingung, falls Schweinefleischimporte aus der Europäischen Union wieder möglich sein sollten. Nur so könnte der Bezug von EU-Schweinefleisch, aber auch von Zuchtschweinen wieder zugelassen werden, erläuterte Sergej Dankwert, Leiter von Rosselkhoznadzor, gestern bei einem Treffen mit Vorsitzenden der Veterinärdienste und Vertretern der Produzentenverbände Dänemarks, Frankreichs, der Niederlande und Italiens in Moskau.

Schutzmaßnahme gegen ASP

Mit den Zertifikaten zielt die Behörde auf eine wissenschaftlich begründete Regionalisierung und Kompartimentierung der Exporteure vor dem Hintergrund der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in den einzelnen Mitgliedsländern ab. Die russische Seite wäre auch bereit, das Veterinärzertifikat mit den einzelnen EU-Ländern bilateral zu vereinbaren, führte Dankwert laut dem Behördenpressedienst aus. Neben den direkt betroffenen baltischen Ländern und Polen stufen die russischen Behörden auch mehrere mitteleuropäische Länder wie Deutschland, Tschechien, die Slowakei und Österreich als Staaten mit ASP-Risiko ein.

Auch interessant