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MS Schippers: Großer Andrang im Versuchsstall

Immo Cornelius/agrarheute
am
16.03.2016

Im Versuchsbetrieb 'de Raamloop' vergleicht das Unternehmen MS Schippers die Ergebnisse eines herkömmlichen Schweinemaststalles mit denen eines Hy-Care Leistungsstalls. Besucher zeigen sich begeistert.

Der im September 2015 eröffnete Hy-Care Versuchsstall "de Raamloop" des niederländischen Unternehmens MS Schippers dient der Umsetzung firmeneigener Konzepte zur Verbesserung der Tiergesundheit und Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes. Die erzielten Mastergebnisse werden mit denen eines konventionellen Maststalls verglichen.

Erweiterte Hygienemaßnahmen

Beim Hy-Care Leistungsstall handelt es sich um einen konventionellen Maststall, allerdings sind Böden und Wände beschichtet und damit porenfrei. Anders als der Vergleichsstall wird der Leistungsstall zudem nach jeder Reinigung desinfiziert, Ungeziefer bekämpft und das Total Water Care-Konzept von MS Schippers angewendet. Des Weiteren versuchen die Betreiber, Kreuzkontaminationen zu verhindern.

Steigende Besucherzahl und Interesse an Hy-Care Ställen

"Das Interesse, den Versuchsstall de Raamloop zu besuchen, ist sehr groß", so Mart Smolders, Abteilungsleiter Schweine bei MS Schippers. Besucher kommen dabei sowohl aus den Niederlanden als auch aus dem westeuropäischen Ausland.

Mittlerweile haben unter anderem Rick Buckle (Gewinner 'UK Pig Producer of the Year 2015 Award') und die spanische Vall Campanys Grupo (200.000 Sauen) Hy-Care Ställe gebaut.

Schweinemast: Deutliche Ergebnisse

Die Ergebnisse aus dem Versuchsstall stoßen bei den Besuchern nach Angaben des Unternehmens auf ausgesprochen positive Resonanz. "Sehr interessant finden die Schweinehalter den Aspekt, dass der Stall einen Beitrag dazu liefert, die Futterkosten zu senken", so Projektleiter Victor van Wagenberg. Zudem sind die Mastergebnisse sehr deutlich. Im Durchschnitt wiegen die Schweine aus dem Hy-Care Stall 10 kg mehr als aus dem Vergleichsstall.

Bereits dritter Durchgang eingestallt

Der erste Durchgang hat den Betrieb bereits nach 86, der zweite nach 101 Tagen verlassen. Mittlerweile ist der dritte Durchgang eingestallt. Das Unternehmen erwartet deswegen einen noch größeren Unterschied im Mastendgewicht, da im Vergleichsstall nun nicht mehr vom "neuen-Stall-Effekt" gesprochen werden kann. Gemeint ist dabei der anfangs niedrigere Keimdruck in einem neuen Stall.

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