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Schweinemast

Neue Futtermischung mit Mikroalgen für Schweine

am Freitag, 20.12.2019 - 10:42 (Jetzt kommentieren)

Ein neues Forschungsprojekt untersucht den Einsatz von Mikroalgen in der Schweinemast.

Ganz neue Wege in der Schweinefütterung will die Agraset-Agrargenossenschaft e. G. Naundorf (Landkreis Mittelsachsen) mit ihrem Projekt »AlgaPork« gehen. In dem Pilotprojekt soll im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaften (EIP AGRI) eine neue Futtermischung mit Mikroalgen in der Schweinemast getestet werden. Dazu soll eine Versuchsanlage aufgebaut werden, die auch einen Photobioreaktor umfasst, der die Mikroalgen produziert. In dem Vorhaben sollen zudem verschiedene Fütterungsversuche durchgeführt werden und die Entwicklung der Tiere untersucht werden. Auch die Kultivierung der Algen soll überwacht werden.

Frisch erzeugte Mikroalgen für Schweinefutter

Die Mikroalgen sollen frisch am Naundorfer Standort produziert und dem Schweinefutter beigemischt werden. Dieser Nahrungszusatz ist bei Schweinen neuartig. Die Universität Rostock begleitet das Vorhaben wissenschaftlich. Sie wird die Fütterungsversuche, die physiologischen Effekte der Algen, die Futtermischung als sowie das Tierwohl untersuchen.

Der Photobioreaktor ist eine patentierte technische Entwicklung der GICON Großmann Ingenieur Consult GmbH. Das selbstsäubernde, temperaturregulierbare System ist ganzjährig im Freien einsetzbar. Durch den teilweisen Ersatz herkömmlicher Futterstoffe, kann perspektivisch die Fläche des landwirtschaftlichen Futteranbaus verringert werden. Beteiligt ist daneben die fodjan GmbH, die die Software für das gesamte System sowie die Datenerhebungen entwickelt. Im kommenden Jahr 2020 sind Vorversuche hinsichtlich der Futtermittelakzeptanz der Algen bei Schweinen sowie der Konzeption und Planung der Anlage geplant. Anfang des Jahres 2021 soll dann mit der Errichtung begonnen werden.

690.000 Euro Förderung für das EIP AGRI-Projekt

Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft fördert das EIP AGRI-Projekt zu 80 Prozent mit rund 690 000 Euro im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen (EPLR). Das Projekt ist auch Teil der Zukunftsinitiative simul+, deren Leitgedanke die Vernetzung und Zusammenarbeit von Forschung und Praxis ist.

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