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Schwein

Neuer Fall der Afrikanischen Schweinepest in Südrussland

von , am
01.07.2010

Moskau - Einen erneuten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat die südrussische Provinz Rostow am Don gemeldet. Diesmal wurde die Viruskrankheit bei einer verendeten Sau in einem privaten Bauernbetrieb nachgewiesen.

© Friday/Fotolia

In der Region war ASP seit Anfang 2010 bereits mehrfach aufgetreten. Nach den beiden letzten Ausbrüchen im Mai mussten im Rahmen von Präventionsmaßnahmen insgesamt rund 6.000 Tiere gekeult werden. Im Zusammenhang mit dem neuen ASP-Fall erinnerte die russische Presse an Strafrechtsverfahren gegen die Leiter eines Kreisveterinäramtes und eines Veterinärlabors, die Anfang Juni eingeleitet wurden. Den beiden wird zur Last gelegt, im Herbst 2009 ihnen bekannte ASP-Symptome bei verendeten Schweinen verschwiegen und keine Diagnosen vorgenommen zu haben.

Im Kampf gegen die Seuche 

Seit Anfang dieses Jahres ist die Afrikanische Schweinepest in insgesamt 13 russischen Ortschaften verzeichnet worden; die verhängte Quarantäne wurde inzwischen in acht Orten wieder aufgehoben. Im Rahmen der Seuchenbekämpfung mussten etwa 17.000 infizierte Schweine gekeult werden.

Sofortige Maßnahmen erforderlich 

Die Moskauer Landwirtschaftsministerin Jelena Skrynnik erinnerte an die verheerenden Folgen von Tierseuchen und forderte die zuständigen Behörden auf, konsequent Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Es müsse beispielsweise verhindert werden, dass die zentralrussische Provinz Belgorod von der Tierkrankheit heimgesucht werde, da rund ein Fünftel der heimischen Schweinefleischproduktion auf diese Region entfalle. (AgE)

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