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Österreich: Pilotprojekt zur GV-freien Fütterung gestartet

von , am
17.07.2012

Wien - Österreichs Schweinebranche ruft ein Pilotprojekt zur gentechnikfreien Fütterung ins Leben. Dazu gehört ein neues Verbraucherlabel für gentechnikfrei erzeugtes Schweinefleisch.

Landvol: "Ein entsprechendes Preisniveau, dass die erhöhten Tierwohlkosten deckt, ebnet dem Tierschutz den Weg." © landpixel
Österreichs Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakowich verkündete vergangene Woche den Start eines Pilotprojekts zur gentechnikfreien Fütterung von Schweinen. Gemeinsam mit der Agrarmarkt Austria (AMA) Marketing, der Schweinebranche, den Landwirtschaftskammern und dem Österreichischen Bauernbund (ÖBB) wurde die Initiative ins Leben gerufen. Es soll zudem für den Verbraucher den neuen Hinweis "gentechnikfrei erzeugt" für Schweinefleisch - gepaart mit dem AMA- Gütesiegel - geben.
 
Schweinefleisch sei in Österreich schon lange gentechnikfrei, und nun werde es auch die Fütterung sein, so Berlakovich. Nach intensiven Verhandlungen habe man nun eine Lösung gefunden, von der alle profitierten. Auch die Landwirte hätten damit die Chance, sich im Premium-Segment zu positionieren.

Bauern und Handel handeln Vertragsproduktion aus

Laut Landwirtschaftsministerium wird von der AMA Marketing bis September die nötige Richtlinie erarbeitet. Aufgrund dieser Richtlinien sollten Bauern und Handel eine Vertragsproduktion ausarbeiten, um die Mehrkosten für die teurere Fütterung abzugelten. Ende 2013 werde die AMA Marketing evaluieren, inwieweit das Fleisch von den Verbrauchern angenommen werde. Welche Bauern und Handelsketten am Projekt teilnehmen werden ist noch nicht klar. Genaue Details wolle man aber erst im September bekanntgeben.
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