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PED: Coronavirus in der Region Eifel nachgewiesen

© agrar-press
von , am
12.02.2015

Bei Untersuchungen von Kotproben eines akut erkrankten Schweinebestandes in der Region Eifel wurde erstmalig im Landesuntersuchungsamt ein neues Coronavirus nachgewiesen.

Ist der Schweinebestand mit dem PED-Virus erkrankt, haben die Tiere wässrigen Durchfall und gelegentlich Erbrechen. © agrar-press
Bei der Untersuchung von Kotproben eines akut erkrankten Schweinebestandes in der Region Eifel wurden Cononaviren nachgewiesen. Wie das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA) mitteilt, wurde der ebenfalls im Institut geführte Nachweis eines PED-Virus bereits vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt. Weitere Untersuchungen zur molekularbiologischen Feindifferenzierung der nachgewiesenen PED-Viren wurden eingeleitet.
 
Bei dem vorliegenden Fall handelt es sich um den ersten im Institut für Tierseuchendiagnostik (ITSD) geführten Nachweis von PED-Viren bei durchfallkranken Schweinen in Rheinland-Pfalz. 

Symptome

Wichtige Kennzeichen der Erkrankung sind wässriger Durchfall aller Tiere sowie gelegentlich Erbrechen. Nach drei bis vier Tagen bessert sich das klinische Bild deutlich und die Tiere erholen sich zusehends. Bei dem erkranktem Schweinebestand war die Sterberate der Saugferkel relativ gering, da zum Zeitpunkt der Infektion nur Ferkel, die älter waren als zwei Wochen im Bestand waren.
 
Zunehmend werden seit Herbst 2014 vor allem im Süden und Westen Deutschlands Bestandserkrankungen mit massivem Durchfall in allen Altersgruppen beobachtet. Der Nachweis von PED-Virus ist mittlerweile schon mehrfach geführt worden. Demnach muss von einer zunehmenden Durchseuchung der Bestände ausgegangen werden. Vorbeugende Hygienemaßnahmen werden somit umso wichtiger. 

Vorbeugung

  • Insbesondere Tiertransporter stellen ein erhebliches Risiko dar. Auf die gründliche Reinigung und Desinfektion der Transportmittel ist zu achten. Geprüfte Desinfektionsmittel insbesondere alkalische oder auf Peroxid-Basis wirkende Mittel sollten Anwendung finden. Hierbei sind die Temperatur und die Einwirkzeit zu beachten.
  • Gegen Säuren sind die Erreger relativ unempfindlich, daher sind säurehaltige Desinfektionsmittel ungeeignet.
  • Gülle aus befallenen Beständen sollte wenn irgend möglich mit Schleppschläuchen ausgebracht und zügig eingearbeitet werden.
  • Die Behandlung an Durchfall erkrankter Tiere muss symptomatisch durch Flüssigkeitsersatz/Elektrolyte erfolgen.

Falls Sie Fragen zu den neuen Corona-Viren oder generell zum Schutz vor der Einschleppung von Erregern in den Bestand haben oder wenn ihr Bestand bereits betroffen ist, wenden Sie sich bitte an Ihren Hoftierarzt, Ihr zuständiges Veterinäramt oder an die zuständigen Schweinegesundheitsdienste.

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