Bereits im Frühjahr gab die oberste Jagdbehörde des Landes Brandenburg bekannt, eine Ausnahmegenehmigung vom Jagdverbot mit Pfeil und Bogen auf das Wildschwein erteilen zu wollen. Im Juni wurde das Projekt gestoppt, da sich keine Einrichtung fand, die diese Aktion wissenschaftlich begleiten wollte.
Jetzt berichtet der Nordkurier, dass die Gemeinde Stahnsdorf weiter nach Wegen sucht, die Wildschweinplage einzudämmen. Sie will auch einen neuen Vorstoß unternehmen, die Bogenjagd zuzulassen.
Jagd mit Gewehren zu gefährlich
Die Jäger der Gemeinden halten die Jagd mit Gewehren in dem dicht besiedelten Gebieten für zu gefährlich. Sie weisen auch darauf hin, dass in anderen europäischen Ländern die Bogenjagd mit speziellen Bögen erlaubt sei.
Zudem haben die unter marodierenden Wildschweinrotten leidenden Gemeinden eine Lebendfalle aufgebaut. Der Saufang soll noch im Oktober in Betrieb gehen.
Fallen für Wildschweine gegen ASP
Auch im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) setzt man auf Fallen für Wildschweine. So testen Berufsjäger in Niedersachsen derzeit unterschiedliche Fallentypen an wechselnden Standorten und Einsatzzeitpunkten.
Sie hoffen damit, die enormen Schwarzkittelbestände reduzieren zu können. Zwar sei die Fallenjagd keine übliche Jagdmethode, aber eine sehr effektive, so das Landwirtschaftsministerium.
Einige Jäger äußern sich jedoch auch kritisch. Für sie ist die Wildschweinjagd mit großen Sauenfängen tierschutzrechtlich und moralisch bedenklich.
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