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Pflanzlicher Futterzusatz: Bei Ferkeln positiv

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von , am
14.07.2011

Göttingen - In der Ferkelaufzucht kann sich der Einsatz phytogener Futterzusätze lohnen. Das haben Wissenschaftler der Universität Göttingen herausgefunden.

© Christine Braune/pixelio
Forscher des Instituts für Tierphysiologie und Tierernährung der Georg-August-Universität in Göttingen beobachteten eine Gewichtszunahme von 7,2 Prozent sowie eine um 9,15 Prozent verbesserte Futterverwertung. Dies meldet der Futtermittelhersteller Dostofarm aus Westerstede, von dem ein Produkt bei der Studie eingesetzt wurden. "Für Schweinehalter eine erfreuliche Nachricht, denn um den deutlich geringeren Futteraufwand und das höhere Endgewicht zu erzielen, sind lediglich 500 Gramm eines rein pflanzlichen Futterzusatzes mit Origanum Vulgaris je Tonne Mischfutter einzusetzen", heißt es in dessen Pressemitteilung.

Oregano-Zusatz soll die Verdauung anregen

Es kam an 40 Tieren einer Dreifachkreuzung (DE, DL, PI) mit 20 Tagen Lebensalter zum Einsatz. Einer ebenso großen, identisch zusammengesetzten Gruppe seien Plazebos für Kontrollzwecke verabreicht worden. Die Tiere seien in der 3. bis 9. Lebenswoche über 42 Tage behandelt worden. Um Nebeneffekte auszuschließen, fand der Versuch in einer Spezialbatterie statt. Die Versuchsfuttermischung habe im Wesentlichen aus 29 Prozent Maisschrot, 24 Prozent Gerstenschrot, 20 Prozent Weizenschrot und 16 Prozent Sojaschrot bestanden. Die positiven Effekte des pulverigen, aus den ätherischen Ölen der Oregano-Pflanze bestehenden Futterzusatzes beruhten insbesondere auf der enzymatischen und mikrobiellen Verdauungsförderung, dem stimulierten Stoffwechsel sowie der antibakteriellen Wirkung im Verdauungskanal der Tiere.
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