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Schwein

Mit Phasenfütterung Futterkosten senken

von , am
10.12.2010

Damme - Wenn in der Fütterung wirkungsvoll Kosten eingespart werden sollen, muss der Anteil an teuren Futterkomponenten wie Sojaschrot, Mineralfutter oder Aminosäuren gesenkt werden.

© agrarfoto.com

Größer Sojaextraktionsschrot plus Mineralfutter machen rund 52 Prozent der Futterkosten aus: bei Ferkeln 56 Prozent, bei Mastschweinen 51 Prozent. Wenn wirkungsvoll Kosten eingespart werden sollen, muss der Anteil dieser teuren Futterkomponenten so weit wie möglich zurückgefahren werden.

Fütterungsvariationen untersucht

Dr. H. Lindermayer und Dr. W. Preißinger von der Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft untersuchten verschiedene Fütterungsvariationen. Der Versuch zeigte: Der Beitrag der zweigeteilten Ferkelfütterung ist etwa halb so hoch wie bei der Zweiphasenmast. Bei der durchgängigen Phasenfütterung im vorliegenden Versuch wurden durch die "bessere" Fütterung je Endprodukt circa 2,5 Euro Futterkosten (fünf Prozent), circa sechs Prozent Stickstoff- und circa neun Prozent Phosphoreintrag in die Umwelt vermieden.

Zusammenfassung der Ergebnisse:

  • Welche Leistungen werden bei Ein- bzw. Zweiphasenfütterung in der Ferkelaufzucht und der anschließenden Mast erreicht?
    Das Leistungsniveau war mit 740 Gramm täglichen Zunahmen für den Wachstumsbereich von neun bis 117 kg LM ordentlich. Ob mit oder ohne Phasenfütterung in der Ferkelaufzucht und/oder Mast, ergaben sich zwischen den Gruppen keine signifikanten Unterschiede bezüglich Futteraufnahme, Futter- und Energieaufwand.
  • Ergeben sich Auswirkungen auf die Schlachtleistung?
    Phasenfütterung mit reduzierten Rohprotein- und Aminosäuregehalten im Verlauf des Wachstums führte nicht zu niedrigerem Fleischansatz bzw. zu höherer Verfettung.
  • Wie hoch liegen die Futterkosten und Nährstoffausscheidungen?
    Phasenfütterung nur beim Ferkel senkte die Futterkosten um rund 0,9 Euro pro Tier, nur beim Mastschwein um circa zwei Euro pro Tier und durchgängig um rund 2,5 Euro für das Endprodukt. Die Stickstoff- und Phosphorentlastungen lagen im Bereich von fünf bis zehn Prozent.

In der Gesamtschau ist die durchgängige Phasenfütterung aus Kosten- und Umweltgründen nur zu empfehlen. Die Leistungen werden dadurch keinesfalls schlechter, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands. (isn)

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