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Aus der Wirtschaft

Polen: Schweinebestände gehen weiter zurück

von , am
10.06.2013

Warschau - Die Schweineproduktion in Polen ist weiter rückläufig. Fünf Prozent weniger Schweine zählte das Nachbarland gegenüber dem Vorjahr.

In Polen werden fast 10 Prozent weniger Zuchtsauen gehalten. © Mühlhausen/landpixel
Wie aus kürzlich veröffentlichten Daten des nationalen Statistischen Amtes hervorgeht, wurden in Polen Ende März 2013 nur noch 10,9 Millionen Schweine gehalten; das waren 4,8 Prozent weniger als bei der Vorjahreszählung. Am stärksten verringerte sich dabei die Anzahl der Zuchtsauen und zwar um 9,7 Prozent auf gut 1,0 Millionen Tiere; bei den trächtigen Sauen war die relative Abnahme mit 11,2 Prozent auf 664.700 Stück noch ausgeprägter.
 
 
In den zurückliegenden zehn Jahren war in Polen ein deutlicher Rückgang der Schweinebestände zu beobachten: 2002 wurden nach Angaben von Eurostat dort noch fast 19,0 Millionen Tiere gehalten. 2010 belief sich die polnische Schweinepopulation auf 14,8 Millionen Stück.

Erzeugerpreise steigen nicht

Das Warschauer Forschungsinstitut für die Ökonomie der Land- und Ernährungswirtschaft (IERIGZ) erwartet für die kommenden Monate eine weitere Bestandsverringerung, berichtete das Agrarinformationsportal Farmer.pl. Den Experten zufolge ist im zweiten Halbjahr 2013 kein Anstieg des durchschnittlichen Erzeugerpreises für Schlachtschweine gegenüber dem Vergleichszeitraum von 2012 zu erwarten. Unter diesen Umständen könne die Rentabilität der Schweinehaltung nur durch einen Rückgang der Futtergetreidepreise um 25 bis 30 Prozent erreicht werden, aber das erscheine angesichts der aktuellen Situation am Weltmarkt wenig vorstellbar, so die Warschauer Analysten.
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