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Afrikanische Schweinepest

Polen will 729 km Grenzzaun zur ASP-Prävention bauen

Artgerechter geht's nicht. Trotzdem sind Wildschweine Hepatitis E-Virus-Träger. Aufs leckere Wildsaugulasch muss trotzdem niemand verzichten. © fotolia/Budimir Jevtic
von , am
14.07.2017

Polen ergreift jetzt Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest. Es soll ein 729 km langer Zaun an der Grenze zu Weißrussland und zur Ukraine gebaut werden.

Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) will Polen einen 729 km langen Zaun an der Grenze zu Weißrussland und zur Ukraine bauen. Dies teile die stellvertretende Landwirtschaftsministerin EWA Lech mit. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass infizierte Wildschweine über die Grenze kommen. Nach vorläufigen Schätzungen wird der Zaun etwa 24 Mio. Euro kosten.

Das ASP-Geschehen kommt in Polen nicht zur Ruhe: Zuletzt war ein Betrieb im Nordosten des Landes mit mehr als 1.000 Tieren betroffen. Dies war der 15. Fall seit Jahresbeginn.

Mit Material von RT

Wildschweinschäden richtig einschätzen

Dann reicht neben dem Schleppen, was im Frühjahr auf jeden Fall erledigt werden muss, eine korrekte Nachsaat. Diese muss in einem solchen Fall allerdings höher als üblich ausfallen. © Volker Berg
Landwirte und Jäger sollten sich einvernehmlich um Schäden durch Wildschweine kümmern. Gutachten sind recht aufwendig. Hier das Beispiel eines "kleineren" Wildschadens. Der Schaden besteht aus vereinzelten, flachen Aufbrüchen. Bei der Berechnung der gesamten Schadensersatzsumme sollten hier folgenden Kosten berücksichtigt werden: Reparaturkosten Grünland, Rüst-/Anfahrtszeiten, Fahrzeit und Kosten Ertragsausfall. © Volker Berg
Kleinere Schäden bei Aufbrüchen, einzelne Stippen, sind noch relativ leicht von Hand zu beheben. Vor allem die Arbeitszeit ist kostenintensiv. Zum Reparieren lohnen so genannte Karste und das anschließende Festtreten der einzelnen Plaggen. © Volker Berg
Eine innerbetriebliche Ersatzbeschaffung möglich, da es sich um eine insgesamt relativ kleine Menge an Futter handelt, die der Betrieb durch eine etwas intensivere Nutzung anderer Futterflächen ausgleichen kann. Bei tieferen Aufbrüchen kann es nötig werden, Erde aufzufüllen. Dann wird der Schaden meist teurer. © Volker Berg
Bei gitterförmigem Aufbruch sind die Schäden auf Grünland noch relativ schnell in den Griff zu bekommen. © Volker Berg
Bei diesem größeren Schaden handelt es sich um einen großflächigen, tiefen, zusammenhängenden Schwarzwildaufbruch. Bei Totalausfall ist die Schadensfläche zunächst durch Abschreiten festzustellen. Auch ein Messrad oder GPS-Einsatz ist möglich. © Volker Berg
Hier folgt als Reparatur die Neueinsaat mit der Drillmaschine. Hier ist abzuwarten, wie sich die Neuansaat entwickelt. Im Falle von Trockenheit und bei schlechtem Aufgang ist bei erforderlicher erneuter Ansaat diese einschließlich der Bodenbearbeitung zusätzlich ersatzpflichtig. Darüber hinaus ist zu prüfen, ob im Folgejahr mit einem normalen Ertrag zu rechnen ist. Ist das nicht so, ist die Ertragsminderung festzustellen, die ebenfalls ersatzpflichtig ist. © Volker Berg
Schäden vorbeugen ist wichtig: Eine Ablenkungsfütterung mit kleineren Streifen Mais am Rande von Hecken oder Wäldern lohnt zur Vorbeugung gegen Schwarzwild. © Volker Berg
Die schwierige Zaunfrage: Einzäunungen mit üblichen Weidezäunen zeigen meist eine weniger gute Wirkung. © Volker Berg
Die hochpreisige Variante: Aufwändige Dauerzäune mit Knotengitter sind in aller Regel recht teuer. © Volker Berg
Zu bevorzugen sind Elektrozäune, die als Einzeldrähte oder Netze gespannt werden. Sie allerdings fordern hohen Zeitaufwand bei Pflege und Überwachung. © Volker Berg
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