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Aus der Wirtschaft

Polizei stoppt Schweinetransport: Sechs Tonnen Überladung

von , am
28.10.2014

Bispingen - An der Raststätte Brunautal in Fahrtrichtung Hannover stoppte die Polizei einen niederländischen Sattelzug mit Schlachtschweinen. Die Kontrolle ergab eine Überladung von 6.000 Kilogramm.

Bei den regelmäßigen Polizeikontrollen kommt es öfter zu Verstößen bei Tiertransporten. © Gerhard Seybert/Fotolia
Die Autobahnpolizei Winsen überprüfte am 27. Oktober gegen 10.30 Uhr auf der BAB 7 an der Raststätte Brunautal in Fahrtrichtung Hannover einen niederländischen Sattelzug. Die Kontrolle ergab eine Überladung von rund 6.000 Kilogramm. Das Fahrzeug war mit insgesamt 180 Schlachtschweinen beladen, heißt es im Bericht der Autobahnpolizei Winsen. Derartige Kontrollen werden in der Region öfter durchgeführt. Der Transport sollte die Schweine von einem Mastbetrieb in Schleswig-Holstein zum Schlachthof der Firma Tönnies ins sachsen-anhaltinische Weissenfels bringen.

Kontrolle des Schweinetransports ergibt kräftige Überladung

Eine überschlägige Berechnung des Gewichtes am Kontrollort ergab laut Polizeibericht den Verdacht einer deutlichen Überladung. Dieser wurde auf der Waage bestätigt. 6.000 Kilogramm mehr als erlaubt waren auf dem Sattelzug geladen.
 
Zusätzlich wurde der Platzbedarf unterschritten und die Gruppengröße überschritten. Die Polizei ordnete daraufhin eine Ab- beziehungsweise Umladung an. 50 Tiere wurden bei einem nahegelegenen Viehhändler untergebracht. Gegen den Fahrer wurde ein Bußgeld von 500 Euro festgesetzt. Gegen den verantwortlichen Fahrzeughalter wird ein gesondertes Verfahren eingeleitet. Die abgeladenen Tiere haben nun einen Tag Schonfrist, bis auch sie zum Schlachthof transportiert werden.

Mängel bei Tiertransporten bekannt

Im letzten Jahr monierten die Behörden erhebliche Mängel bei Tiertransporten. Demnach sei knapp jeder vierte (23 Prozent) aller kontrollierten Schweinetransporte extrem überladen. Zudem wurde bei diesen Tiertransporten defekte Lüftung oder fehlender Wasserversorgung festgestellt. Die Stichproben ergaben zudem Mängel bei 34 Prozent der Schaf- und 38 Prozent der Rindertransporte.
 
Die Mängel gingen aus einer Zusammenstellung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages hervor, die von den Grünen in Auftrag gegeben worden war.
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