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Schwein

Nach Preisverfall jetzt uneinheitliche Tendenz in Europa

von , am
21.10.2009

Berlin/Wien - Die europäischen Schweinepreise haben in den letzten acht Wochen zwischen acht Cent in Irland und knapp 27 Cent in Spanien nachgegeben.

© agrarfoto.com

In Deutschland war der Preisrückgang mit 21 Cent im selben Zeitraum ebenfalls sehr hoch. In der aktuellen Woche weist der Markt für Schlachtschweine eine uneinheitliche Tendenz auf.

Während sich die Notierungen in Deutschland, Österreich und Irland auf dem Vorwochenniveau stabilisieren konnten, gaben sie in den Niederlanden, in Dänemark, Frankreich und Spanien nach. Auch die Preise in Schweden und Großbritannien mussten in der aktuellen Woche Rückgänge einstecken, teilt die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) mit.

Deutschland: Erlöse stabil

Die Notierungen in den Niederlanden und in Schweden verzeichneten mit vier Cent die größten Rückgänge. Die deutschen Erlöse konnten sich zwar auf unverändertem Niveau stabilisieren, jedoch gaben einige der größten Schlachtunternehmen Hauspreise von Minus drei Cent unterhalb der Notierung heraus. Die spanische Notierung gab wegen des schwierigen Verkaufs von Schweinefleisch um weitere drei Cent nach. Ob sich der Preis für Schlachtschweine auf unverändertem Preisniveau halten kann, wird sich laut ISN in den nächsten Tagen zeigen, wenn absehbar ist, wie sich das umfangreiche Angebot an schlachtreifen Tieren auf dem Markt unterbringen lässt.

Österreich: Zunehmendes Angebot

In Österreich floss vergangene Woche die schlachtreife Ware reibungslos bis flott ab. Hintergrund dieser Entwicklung sind besonders attraktive Angebote in den Supermärkten. Bis zu 50 Prozent niedrigere Verbraucherpreise für die gesamte Frischfleischpalette vom Schwein locken überdurchschnittlich viele Hausfrauen an die Fleischtheke. Ähnliche Verhältnisse sind für diese Woche zu erwarten, sodass das überdurchschnittlich große Angebot abermals problemlos abzusetzen sein dürfte. Vor diesem Hintergrund wurde die Notierung der Schweinebörse bei unverändert fixiert, sie liegt weiterhin bei 1,27 Euro je Kilo (Berechnungsbasis 1,17 Euro).

Das Angebot an Schlachtschweinen ist um diese Jahreszeit zunehmend. Aggressive Frischfleisch-Aktionen entlasten laut Schweinebörse nur vorübergehend den Markt. Für eine weitere Stabilisierung wird ein stärkeres Zugreifen der Fleischindustrie - als Vorbereitung auf Weihnachten - erforderlich sein. (aiz)

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