Login
Schweinemarkt

Prognose: Bis Jahresmitte gute Schweinepreise zu erwarten

Schwein im Schweintransporter
Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
09.02.2017

Laut Analysten könnten aufgrund des knappen Angebots die EU-Schweinepreise im ersten Halbjahr freundlich tendieren.

In der ersten Jahreshälfte könnten die Schweinepreise in der EU freundlich tendieren. Davon geht zumindest die Rabobank in ihrem aktuellen Quartalsbericht für den niederländischen Schweinesektor aus. So sei ein kleineres Angebot an Ferkeln und Schlachtschweinen in der EU zu erwarten. Damit würde auch der schwächere Drittlandsexport ausgeglichen, meinen Rabobank-Experten.

Konkurrenzdruck aus den USA

Den chinesischen Importbedarf für Schweinefleisch sehen die Experten der Rabobank auf ähnlichem Niveau wie 2016. Allerdings soll die Produktion in China steigen, was sich vor allem ab Sommer am Markt bemerkbar machen könnte. 

Allerdings dürfte der Konkurrenzdruck aus den Vereinigten Staaten aufgrund der dort 2016 spürbar angezogenen Produktion steigen. Dadurch dürfte das europäische Preisniveau etwas niedriger als 2016 ausfallen, aber noch deutlich höher liegen als in den vorangegangenen Jahren.

Letztendlich sei aber auch der Wechselkurs für das Exportvolumen von Bedeutung. Die Euroschwäche gegenüber dem Dollar verbessere die Konkurrenzposition der europäischen Erzeuger gegenüber den US-Farmern.

Ab Juli wieder mehr Ferkel?

In der zweiten Jahreshälfte 2017 werden sich die Produktionssteigerung in der EU infolge der steigenden Produktivität der Sauen auf den Markt auswirken. Um die europäische Produktion im Gleichgewicht zu halten, müsste der europäische Schweinebestand jährlich um 1,5 Prozent sinken. Durch den Produktionsanstieg müsse mehr Fleisch außerhalb der EU abgesetzt werden, da der innereuropäische Konsum rückläufig ist. Das könne für Preisdruck sorgen.

Für Brasilien erwarten die Rabobank-Experten eine Wachstum der Schweineproduktion von drei Prozent, ein Teil davon werde aber durch den steigenden Inlandsverbrauch aufgefangen. Dennoch sei auch dort mit größeren Exporten zu rechnen.

 

Eine Erfolgsgeschichte: 15,3 Ferkel pro Sau

Auch interessant