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Zuchterfolg

PRRS-resistente Schweinerasse gezüchtet

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Katharina Krenn , agrarheute
am
09.12.2015

Das Zuchtunternehmen Genus (GNS) hat erstmals eine Schweinerasse gezüchtet, die gegen das Virus des porcinen respiratorischen und reproduktiven Syndroms (PRRS-Virus) resistent ist.

© Jevtic/istock

Durch eine präzise Bearbeitung von Genen sei es der Universität Missouri gelungen, Schweine zu züchten, die ein bestimmtes von dem Virus zur Verbreitung in den Tieren benötigtes Eiweiß nicht produzieren, heißt es in der Pressemitteilung, die PIC Deutschland auf der Webseite veröffentlichte.

Die Ergebnisse der frühen Studien der Universität zeigten, dass diese PRRS-Virus-resistenten Schweine nicht erkranken und normal weiterwachsen, wenn sie mit dem Virus in Berührung kommen. Genus plant die Technologie weiterzuentwickeln.

In 5 Jahren vermarktungsreif

Das Unternehmen geht davon aus, dass es etwa fünf Jahre dauern wird, bis die PRRS-resistenten Schweine für Landwirte erhältlich sind. Genus beabsichtigt, die Technologie über PIC, seinen auf die Schweinezucht spezialisierten Geschäftszweig, zu vermarkten.

"Das Erreichen der genetischen Resistenz gegen das PRRS-Virus durch eine Bearbeitung der Gene hat das Potenzial, die Schweineindustrie von Grund auf zu verändern. Bei der Entwicklung und Vermarktung dieser Technologie müssen wir uns noch einigen kritischen Herausforderungen stellen, die Ergebnisse sind jedoch vielversprechend und Genus wird alles dafür tun, dieses Potenzial auszuschöpfen", sagte Dr. Jonathan Lightner, Wissenschaftlicher Leiter und Abteilungsleiter Forschung und Entwicklung bei Genus.

Mastschweine und Ferkel unter einem Dach: So bleibt der Stall sauber

In den ersten Tagen im Flatdeck gießt Henrik Spannhake für die Ferkel frisches Wasser in einen Plastiktrog. © Anne-Maria Grave
In Reih und Glied hängen die Plastiktröge zur Beifütterung der Ferkel an der Wand. © Anne-Maria Grave
Vom Vorraum aus geht es durch die rechte Tür in den Aufzucht-, durch die linke Tür in den Mastbereich. Die passenden Klamotten hängen griffbereit an der Wand. © Anne-Maria Grave
Bei Henrik Spannhake leben Mastschweine und Aufzuchtferkel unter einem Dach. Regelmäßig säubert er die Ferkeltassen in den Abferkel-buchten. Tassen, Leitungen und den Anmisch­behälter für die Milch beziehungsweise den Prestarter reinigt der Landwirt jede Woche zweimal. © Anne-Maria Grave
Die Cups in der Abferkelbucht reinigt der Landwirt mit einer rotierenden Bürste, über die ein Plastikbehälter als Spritzschutz gestülpt ist. © Anne-Maria Grave
Zur Beschäftigung der Tiere hängt in jeder Aufzuchtbucht ein Heunetz, wie man es aus der Pferdehaltung kennt. © Anne-Maria Grave
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