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Zucht

PRRS-Virus in der Schweiz

© landpixel
von , am
06.03.2014

Luzern - In der Schweiz ist auf einem Zuchtbetrieb das PRRS-Virus nachgewiesen worden. Zuvor hatte man bei Schlachtschweinen aus verschiedenen Kantonen bei Stichproben Antikörper entdeckt.

Der gefundene Virustyp zirkuliert in Westeuropa nicht, wird aber in Nachbarländern der Schweiz als Lebendimpfstoff eingesetzt. © Boehringer Ingelheim
Die Schweiz gilt offiziell eigentlich als PRRS frei. Trotzdem wurden bei Schlachtschweinen aus verschiedenen Kantonen Antikörper gegen die Tierkrankheit PRRS gefunden. Rund 50 Herkunftsbetriebe im Kanton Luzern wurden daraufhin getestet, bei einem Zuchtbetrieb wurde das Virus schließlich nachgewiesen. Wie das schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BVL) mitteilt, wurde der Betrieb vom Veterinärdienst gesperrt.
 
In den betroffenen Mastbetrieben findet aktuell keine Viruszirkulation statt. Die durchgeführten Nachkontrollen waren alle negativ.

Virusquelle weiter unklar

Nach Informationen des BVL zeigen die Tiere auf dem betroffenen Zuchtbetrieb zwar keine Krankheitssymptome, gemäß Tierseuchenverordnung gelte er jetzt aber dennoch als Seuchenbetrieb und ist deshalb gesperrt. Die Kontaktbetriebe werden jetzt ebenfalls untersucht.
 
Unklar ist immer noch, woher das Virus und die Antikörper kommen. Auffällig ist den Amtsinformationen zufolge der Typ des Virus. Es handelt sich um einen "US-Typ", der in Westeuropa nicht zirkuliert, aber in umliegenden Ländern als Lebendimpfstoff eingesetzt wird. In der Schweiz ist eine Impfung verboten.

Krankheit verursacht Fruchtbarkeitsstörungen

PRRS steht für Porcines Reproduktives und Respiratorisches Syndrom. Es handelt sich um eine Virusinfektionen der Schweine, die Fruchtbarkeitsstörungen, Aborte, Geburten lebensschwacher Ferkel und Atemwegserkrankungen verursachen kann.
 
Die Tierkrankheit kommt weltweit vor, die Schweiz ist offiziell frei von PRRS. Nach schweizerischem Tierseuchenrecht gilt die Krankheit als auszurottende Tierseuche. Der Mensch ist für die Krankheit nicht empfänglich.

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