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Schweineschlachtung

QS berechnet Tiergesundheitsindex für Schlachtschweine

Schweine auf dem Weg zum Schlachthof
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Wiebke Herrmann, agrarheute
am
13.12.2018

QS hat zum zweiten Mal die betriebsindividuellen Tiergesundheitsindices berechnet. Sie sollen den Schweinehaltern eine kompakte Bewertung der Schlachtbefunde ermöglichen.

QS hat zum zweiten Mal die betriebsindividuellen Tiergesundheitsindices berechnet. Sie sollen den Schweinehaltern eine kompakte Bewertung der Schlachtbefunde ermöglichen. Auf Grundlage der Schlachtbefunddaten aus dem zweiten und dritten Quartal 2018 wurden Indices für die Befundgruppen Atemwegsgesundheit, Organgesundheit, Gelenkgesundheit und Unversehrtheit des Schlachtkörpers ermittelt. Sie sollen den Schweinehaltern eine kompakte Bewertung der Schlachtbefunde und den direkten Vergleich mit anderen Betrieben ermöglichen, die an den gleichen Schlachthof geliefert haben. Grundlage der Tiergesundheitsindices sind die Ergebnisse der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung. Diese Indikatoren sollen wertvolle Hinweise auf Erkrankungen der Tiere und auf mögliche Defizite im Stall liefern.

Hintergrund zum QS Tiergesundheitsindex

QS-Logo

Zum ersten August 2018 berechnete die Qualität und Sicherheit GmbH (QS) erstmals einen Tiergesundheitsindex (TGI) für Schweinemastbetriebe im QS-System. Die Schweinemäster erhalten die zusammengetragenen Ergebnisse aus den Schlachtungen des 1. Halbjahres 2018 von ihrem Bündler.

Der Tiergesundheitsindex ermöglicht es den Mästern, die Organbefunde ihrer abgelieferten Tiere zu bewerten. Zudem können sie sich mit anderen Landwirten, die an denselben Schlachthof geliefert haben vergleichen. Grundlage für den Index sind die Ergebnisse der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung. Diese werden in der Schlachthof-EDV erfasst und an die QS-Befunddatenbank weitergegeben. Dort werden sie bezogen auf den Schlachthof ausgewertet.

Befunddaten aus Schlachthof als Grundlage

Es werden vier Teilindices erhoben:

  • Atemwegserkrankung (Herz, Lunge, Brustfell)
  • Organgesundheit (Leber, Darm)
  • Gelenksgesundheit (Gelenke, Liegebeulen)
  • Unversehrtheit des Schlachtkörpers (Haut, Ohren, Schwanz, Treibespuren).

Die Berechnung der Teilindices erfolgt für alle Lieferungen eines Landwirts an einen Schlachthof über einen Zeitraum von sechs Monaten. Die Indices für die Lieferungen eines Landwirts werden im Vergleich zum 1. Quantil und zum Median aller Lieferungen an dem jeweiligen Schlachtbetrieb dargestellt. Dieser Vergleich ermöglicht den Schweinehaltern neben der absoluten auch eine relative Einordnung.

Die Werte für die Indices liegen zwischen 0 und 100. Gute Schlachtkörperbewertungen ergeben einen höheren Wert, Auffälligkeiten führen zu Abwertungen. Werden niedrige Werte aufgrund von höheren Befunddaten festgestellt, sollte der Landwirt mögliche Mängel in seinem Betrieb identifizieren. Zudem sollten betriebliche Maßnahmen geprüft werden.

Tiergesundheitsindex: Rückmeldung an Tierhalter jedes Quartal

Von den 20.930 Schweinemastbetrieben, die im ersten Halbjahr 2018 Schweine zur Schlachtung an Schlachtbetriebe im QS-System geliefert haben, erhielten 19.500 Betriebe komplette oder anteilige Auswertung der Gesundheitsdaten.

Der Tiergesundheitsindex wird zukünftig quartalsweise berechnet und den Betrieben mitgeteilt. So haben Landwirte die Möglichkeit bei Bedarf, zeitnah zu reagieren. Wenn der Landwirt es wünscht, kann der TGI zum Beispiel auch dem behandelnden Tierarzt zur Verfügung gestellt werden.

Mit Material von QS Qualität und Sicherheit GmbH
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