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Aus der Wirtschaft

Rabobank rechnet mit steigenden Schweinepreisen

© Mühlhausen/landpixel
von , am
13.05.2014

Utrecht - Positive Preisaussichten für europäische Schweinemäster prognostiziert die niederländische Rabobank. Das Angebot an Schlachtschweinen werde nicht zunehmen.

Aus einem Schwein werden bis zu 2.000 Artikel hergestellt. © Mühlhausen/landpixel
Nachdem die Schweinepreise in der EU im ersten Quartal 2014 als Folge des russischen Importstopps für Schweinefleisch unter Druck standen, sind die Perspektiven für die Mäster bis zum Sommer positiv. Zumindest erwartet die Rabobank in ihrer Prognose für das zweite Quartal 2014 steigende EU-Schweinepreise.
 
Die Rabobank rechnet damit, dass der Ausfall der Exporte nach Russland durch Ausfuhren vor allem nach Asien kompensiert werden, denn insbesondere die Importländer Japan und Südkorea, aber auch Mexiko, seien im Zuge der Ausbreitung des Durchfallerregers Porcine Epidemic Diarrhea Virus (PEDV) in den Schweinebeständen zahlreicher Länder auf alternative Bezugsquellen angewiesen.

Angebot nimmt nicht weiter zu

Gleichzeitig werde das Angebot von Schweinefleisch in der EU nicht zunehmen. Ähnlich sieht es die EU-Kommissin in ihrer aktuellen Prognose. Auf Basis der Daten aus 25 EU-Ländern geht sie von einem Produktionsrückgang von Minus 0,5 Prozent aus.
 
Für die Niederlande (wo die Rabobank ihren Satz hat) rechnet die Rabobank ebenfalls nicht mit einem zu umfangreichen Angebot. Als Begründung verwiesen die Utrechter Experten auf die Ergebnisse der niederländischen Bestandserhebung vom Dezember 2013, wonach im Vorjahresvergleich 1,8 Prozent weniger Tiere in den Kategorien "Saugferkel" und "Schweine von 20 kg bis 50 kg" gezählt worden waren. Diese Tiere kommen den Analysten zufolge nun "an den Haken".
 
Die EU-Kommission rechent damit, dass die niederländische Schweinefleischproduktion im zweiten und dritten Quartal in etwa auf Vorjahreslinie liegt und diese im vierten Quartal um etwa 1,2 Prozent übertreffen wird.

Rabobank erwartet stabile Futterpreisen

Die saisonbedingt anziehende Nachfrage wird den Schweinepreis nach Ansicht der Rabobank voraussichtlich stützen. Am Terminmarkt in Frankfurt erwartet man vor dem Hintergrund der aktuellen Marktsituation für den restlichen Mai nur noch einen sehr moderaten leichten Preisanstieg.
 
Auf der Kostenseite gehen die Fachleute der Rabobank bis Ende 2014 von stabilen bis nachgebenden Futterpreisen aus. Allerdings könnte diese unter dem Strich abwärts gerichtete Tendenz nach Ansicht der Experten durch die Ukraine-Krise abgeschwächt und verzögert werden. 
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