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Tiergesundheit

Richtig Fieber messen beim Schwein

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am Freitag, 05.02.2021 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Das Kontrollieren der Körpertemperatur gehört für die meisten Betriebe zum Alltag. Wir zeigen, welche Möglichkeiten es gibt.

Fieber gilt als eines der wichitgsten Tiersignale beim Schwein. Infektionen und Vergiftungen sorgen für einen krankheitsbedingten Anstieg der zentral regulierten Körpertemperatur. Vor allem bei Sauen ist es daher kurz nach dem Abferkeln wichtig, die Tiere auf Fieber zu kontrollieren. Von einer optimalen Körpertemperatur spricht man bei 38,3 bis 39,5 ˚C. Ab einer Temperatur von 39,5 ˚C spricht man von Fieber. Sollte dieser kritische Grenzwert erreicht werden, ist die Absprache mit dem Tierarzt sinnvoll.

Das Fieber äußert sich häufig in Zusammenhang mit weiteren Symptomen wie:

  • einem schwachen Allgemeinzustand
  • Fressunlust
  • erhöhte Herzfrequenz
  • in akuten Fällen sogar mit Schmerzäußerungen

Richtig Fieber messen

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Um eine genaue Kontrolle über den Gesundheitsstatus des Tieres zu erhalten, sollte man die Temperatur an mindestens drei aufeinander folgenden Tagen messen. Die höchste Genauigkeit liefert hierbei das rektale Messen. Man muss dabei immer darauf achten, dass die Körpertemperatur direkt an der Darmwand und nicht im Kot gemessen wird.

Die erste Kontrolle sollte ungefähr 12 Stunden nach der Geburt erfolgen. Eine zweite Kontrolle dann noch einmal einen halben Tag später. Da die Körpertemperatur im Laufe des Tages schwankt und morgens generell niedriger ist als abends, ist es ratsam immer zur gleichen Tageszeit zu messen. So wird das Ergebnis nicht verfälscht.

Zudem ist es wichtig, zwischen erhöhter Temperatur und Fieber zu unterscheiden. So haben hochtragende und brünstige Tiere von Natur aus eine erhöhte Temperatur. Auch kurz nach der Geburt und bei einer erhöhten Stoffwechselaktivität, beispielsweise nach dem Fressen, steigt die Körpertemperatur.

Welches Fieberthermometer passt zu meinem Betrieb?

Um das Fiebermessen für Tier und Mensch möglichst angenehm zu gestalten, ist vor allem bei Schweinen in Gruppenhaltung ein Schnellmessgerät vorteilhaft. Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Varianten von Fieberthermometern:

  • digitale Fieberthermometer
  • Infrarotthermometer
  • Laserthermometer

Während die digitalen Varianten eine Messzeit von ungefähr 15 Sekunden aufweisen, liegen die anderen beiden Varianten mit rund 1 Sekunde deutlich darunter. Auch preislich unterscheiden sie sich stark. Während die digitalen Versionen für 8 bis 30 Euro erhältlich sind, liegen die Infrarot- und Laservariante bei 40 bis 200 Euro. Es gibt auch deutlich teurere Versionen für bis zu 3.000 Euro.

Die Messbereich beim digitalen Thermometer deckt einen Bereich von 32 bis 43,9 ˚C ab. Die anderen Versionen hingegen können einen Messbereich von minus 60 bis plus 1.000 ˚C abbilden.

Wärmebildkameras als Hilfsmittel

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Wärmebildkameras sind mittlerweile ein beliebtes Hilfsmittel, um erhöhte Temperaturen oder Übererwärmung bei einzelnen Tieren zu erkennen. Wichtiger Punkt dabei ist allerdings, dass diese Methode das Fiebermessen in keinem Fall ersetzen kann sondern ausschließlich für die Tierkontrolle gedacht ist.

Neben Aufsteckvarianten für das Smartphone gibt es auch Wärmebildkameras, die direkt im Handy verbaut sind. Mithilfe von Apps können sie dem Landwirt einen guten Überblick über die Herde geben und auf eventuelle Probleme bei den Temperaturen am einzelnen Tier oder in der Gruppe aufmerksam machen.Während die Aufsteckvarianten für 230 bis 470 Euro verfügbar sind, gibt es die Smartphones mit eingebauter Wärmebildkamera ab 500 Euro.

Vorteil hierbei ist, dass die Kamera direkt verbaut ist und man das Smartphone meist schon griffbereit in der Tasche hat. Bei der Ansteckversion hingegen muss man den externen Adapter immer parat haben und extra mitführen.

Eine genaue Übersicht über alle gängigen Thermometer finden Sie in der Marktübersicht in unserem Digitalmagazin.

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