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Stalltechnik

Die richtige Beleuchtung im Schweinestall

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
22.12.2016

Licht beeinflusst das Schwein über zwei biologische Mechanismen. Die visuelle Wahrnehmung und den Hormonhaushalt. Auf die richtige Beleuchtung im Schweinestall gitl es zu achten.

Im modernen Schweinestall treffen unterschiedlichste Ansprüche an die Beleuchtungstechnik aufeinander. Das Beleuchtungsmanagement muss ökonomisch sein und den Ansprüchen von Mensch und Tier genügen, wobei die gesetzlichen Vorschriften nicht unterschritten werden dürfen.

Beide Aspekte haben Einfluss auf das Wohlbefinden und die Produktionsleistung des Tieres. Im DLG-Merkblatt "Beleuchtungstechnik für Schweineställe" wird das Thema von allen Seiten beleuchtet.

Darin sind unter anderem Informationen enthalten zu:

  • Farbspektrum und Beleuchtungsintensität
  • Beleuchtungsempfehlung in den einzelnen Produktionsstufen
  • Lichttechnik und Auswertung der Leuchten

Gesetzliche Standards im Schweinestall

Das Tierschutzgesetz verpflichtet den Tierhalter Tiere artgemäß unterzubringen und deren Leben und Wohlbefinden zu schützen. Diese Ansprüche werden für die Nutztierhaltung unter der TierSchNutztV genauer erläutert.

  • Demnach müssen Stallneubauten über tageslichteinfallende Flächen verfügen, die über drei Prozent der Stallgrundfläche entsprechen.
  • Ist dies aus bautechnischen Gründen nicht machbar, muss dem Tier künstliche Beleuchtung von 80 lx über mindestens 8 h/d im Aufenthaltsbereich zur Verfügung stehen.
  • Die Photoperiode muss dem Tagesrhythmus angepasst sein und jedes Tier soll ungefähr von der gleichen Lichtmenge erreicht werden.
  • Die restliche Zeit soll nur so viel Licht vorhanden sein, wie die Schweine zur Orientierung brauchen (TierSchNutztV, 2016).

Da der Stall ebenfalls als Arbeitsplatz für den Menschen dient, gelten die Technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR 3.4 aus der Arbeitsstättenverordnung.

Über diese Merkmale wird die Beleuchtung definiert

Die Beleuchtung im Schweinestall wird über folgende Merkmale definiert:

  • Farbspektrum: sichtbarer Anteil des elektromagnetischen Wellenspektrums
  • Beleuchtungsintensität: die Intensität, mit der der Stall beleuchtet wird
  • Photoperiode: Beleuchtungsdauer in Stunden an Licht am Tag.

Die optimale Beleuchtung ist ökonomisch verträglich und gleichzeitig beständig gegenüber äußeren Einflüssen. Bei Investitionen in den Stallbau sollte eine professionelle Lichtplanung erstellt werden, da nur die optimale Platzierung und Auswahl der Leuchten zu dem langfristig ökonomischsten Ergebnis führen kann.

Mit Material von DLG

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