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Niedersachsen

Ringelschwanzprämie gestartet

pd
am
07.12.2015

108 schweinehaltende Betriebe und 126 Legehennenbetriebe nehmen in Niedersachsen an der Maßnahme "Ringelschwanzprämie" teil. Jetzt fiel der Startschutz für die Tierwohlprämie.

Seit Anfang Dezember stehen die ersten durch eine Tierwohlprämie geförderten Mastschweine und Legehennen in den Ställen. Damit werden in Deutschland zum ersten Mal Prämien dafür ausgelobt, dass Schweinen nicht mehr die Ringelschwänze und Legehennen nicht mehr die Schnäbel gekürzt werden.

108 schweinehaltende Betriebe werden gefördert

Fast 250 Anträge von Legehennen- und Schweinehaltern auf Teilnahme an der Tierwohl-Maßnahme waren eingegangen. Gefördert werden im ersten Jahr 108 Betriebe mit rund 112.000 Mastschweinen und 126 Betriebe mit rund 540.000 Legehennen. Für die Schweinehalter stehen im ersten Jahr rund 1,9 Millionen Euro, für die Legehennenhalter etwa 900.000 Euro zur Verfügung.

16,50 Euro für einen intakten Ringelschwanz

Die Ringelschwanzprämie wird nicht allein für den Verzicht auf das Schwanzkupieren gezahlt, sondern für einen intakten Ringelschwanz, der laut Meyer ein anerkannter Indikator für Tierwohl in der Schweinehaltung ist. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen viele Faktoren beachtet werden - von der Ferkelaufzucht über Stroheinstreu und Beschäftigungsmaterial bis hin zu Stallklima, Platzangebot und intensiver Beobachtung der Tiere. Pro Schwein mit intaktem Ringelschwanz wird eine Prämie von 16,50 Euro gezahlt. Halter von Legehennen mit unversehrtem Schnabel bekommen 1,70 Euro pro Henne.

 

Gesamtetat soll steigen

"Nach dem ersten Durchlauf soll die Maßnahme mit einem langsam steigenden Gesametat dann erneut angeboten werden. Schritt für Schritt wollen wir mehr Tierwohl im Stall fördern", sagte Minister Meyer. Was ihn besonders freut: "Unter den teilnehmenden Landwirten bei der Ringelschwanzprämie sind sowohl Bio- und Neuland- als auch konventionelle Betriebe. Letztere machen sogar zwei Drittel aller Betriebe aus."

 

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