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Fütterung

Roggen-Fütterung kann Salmonellenbelastung und Ebergeruch verbessern

Ebermast
© Martina Hungerkamp
von am
09.02.2018

Das Verfüttern von Roggen an Mastschweine kann sich positiv auf die Salmonellenbefunde und den Ebergeruch auswirken.

Das Verfüttern von Roggen an Mastschweine kann sich positiv auf die Salmonellenbefunde auswirken. Das konnte in einem gemeinschaftlichen Praxisversuch der genossenschaftlichen Viehvermarktung Walsrode eG mit der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) Hannover und einer Saatgutfirma festgestellt werden. In dieser Feldstudie sollten die in der Wissenschaft beschriebenen positiven Effekte von Roggen in der Schweinefütterung unter Praxisbedingungen untersucht werden.

Roggenreiche Fütterung in einer Feldstudie untersucht

An der Studie nahmen insgesamt 16 Betriebe mit insgesamt 16.194 Mastplätzen teil. In bis zu zwei Durchgängen wurden 27.303 Tiere gemästet. Neun Betriebe hielten Eber, sodass 19.187 unkastrierte Tiere erfasst wurden. Die teilnehmenden Betriebe mussten in ihrer Rationsgestaltung einen Roggenanteil von 40 Prozent umsetzen. Untersucht wurde unter anderem der Einfluss der roggenreichen Fütterung auf die Salmonellenbelastung und den durch Skatol hervorgerufenen Ebergeruch bei Mastschweinen.

Salmonellenbefunde und Ebergeruch verbesserten sich deutlich

Die Auswertung der insgesamt 27.303 Masttiere ergab einen Rückgang der Salmonellenbefunde von 35 Prozent. Dieses Ergebnis stützt die These, dass die verstärkte Butyratproduktion bei roggenreichen Rationen einen positiven Effekt auf die Darmgesundheit hat. Dies kann dazu beitragen, der Belastung mit Salmonellen vorzubeugen.

Zusätzlich konnte bei der Ebermast in der Feldstudie eine deutliche Minderung des Ebergeruchs festgestellt werden. Auf acht von neun Betrieben ging der Ebergeruch sogar auf einen prozentualen Anteil von Null zurück. Gleichzeitig erhöhten sich die Leistungen: Die Betriebe erreichten tägliche Zunahmen von über 800 g bei einem Fleischmaß von durchschnittlich 65 mm und einem Speckmaß von 13 mm. Zudem konnte auf diesen Betrieben eine Halbierung der Tierverluste verzeichnet werden.

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