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Aus der Wirtschaft

Russland stoppt Gespräche zur Lockerung des Importverbots

© landpixel
von , am
03.02.2015

Die Importbeschränkungen für EU-Schweinefleisch werden vorerst nicht gelockert, gab Moskau jetzt bekannt. Damit reagierte Russland auf die Ankündigung der EU-Kommission nur eine EU-weite Export-Lösung zu akzeptieren.

Sinkendes Angebot, niedrige Preise: das sollte den Absatz ankurbeln. © contrastwerkstatt/fotolia.de
Die Öffnung des russischen Marktes für Schweinefleisch aus der EU lässt auf sich warten. Zu Beginn des Jahres hatte Russland die Öffnung des Marktes für einige EU-Staaten angeboten und mit Frankreich, Italien, die Niederlande und Dänemark konkrete Vereinbarungen getroffen. Es sollten bereits ab Februar erste Veterinärkontrollen durchgeführt werden. Nun erklärte Sergej Dankwert, Leiter der russischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Rosselkhoznadzor), dass Russland die für den Export in Frage kommenden EU-Betriebe erst mal nicht inspizieren werde.

Russland reagiert trotzig

Russland reagiert damit auf eine Ankündigung der EU-Kommission, nach der die EU nur eine gemeinsame Lösung akzeptiert. Der Öffnung des Marktes für lediglich einzelne EU-Mitgliedstaaten wurde auf dem EU-Agrarrat vergangene Woche in Brüssel eine Absage erteilt. Wenn die Europäische Union nicht wolle, dann werde sich Russland nicht aufdrängen, betonte jetzt Dankwert.

Hintergrund: Wiederaufnahme von Importen

Russland plante das Importverbot für lebende Zuchtschweine, Fett und Speck einiger EU-Länder aufzuheben. Deutschland sollte weiter für Importe gesperrt bleiben. Russland hatte die Importe von Schweinefleisch aus der EU offiziell wegen der Afrikanischen Schweinepest vor rund einem Jahr verboten. Mehr zur Russlands Agrarboykott gegen den Westen lesen Sie hier...
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