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Aus der Wirtschaft

Russland: Strengere Einfuhrbedingungen für Fleisch aus Nordamerika

von , am
10.12.2012

Moskau - Russland hat Rückstände von Wachstumsförderern in nordamerikanischen Schweine- und Rindfleischlieferungen gefunden und nun die Einfuhrbedingungen verschärft.

© drx/fotolia.de
In Russland sind unerlaubte Rückstände von Wachstumsförderern in nordamerikanischen Schweine- und Rindfleischlieferungen entdeckt worden. Wie das staatliche russische Aufsichtsamt für Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor) vergangene Woche mitteilte, wurde bei Fleischimporten aus Kanada und den USA der Beta-Blocker Ractopamin nachgewiesen. Dieser werde in den USA oft als Wachstumsförderer in Futtermitteln für die Mast verwendet. Die Einfuhr des auf diese Art produzierten Fleisches in die gemeinsame Zollunion mit Weißrussland und Kasachstan sei jedoch streng verboten, machte die Behörde klar.

Belebung des europäischen Schweinemarktes?

In den begleitenden Veterinärbescheinigungen hätten entsprechende Hinweise auf diese Produktionsmethode gefehlt, was als eklatanter Verstoß zu werten sei. Wie das Aufsichtsamt weiter mitteilte, müssen amerikanische Schweine- und Rindfleischexporteure nun einen Unbedenklichkeitsnachweis erbringen. Seit dem 7. Dezember 2012 muss für den russischen Markt bestimmte Ware vorher in zertifizierten Laboren in den USA und Kanada auf Rückstände von Wachstumsförderern untersucht und ein entsprechendes Begleitpapier der Sendung beigefügt sein.
 
Die ISN meint, dass diese Rückstandsfunde den Export von europäischen Schweinefleisch nach Russland wieder zusätzlich beleben könnten. Zuletzt hatten europäische Exporteure im Wettbewerb mit den Anbietern aus Nord- und Südamerika häufig das Nachsehen.
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