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Schwein

Russland: Wenig Optimismus bei der Bekämpfung der ASP

von , am
11.01.2011

Moskau - Russland wird wahrscheinlich noch eine lange Zeit brauchen, um die Afrikanische Schweinepest (ASP) erfolgreich auszurotten.

© agrar-press

Davon geht der stellvertretende Leiter des russischen Aufsichtsdienstes, Nikolai Wlassow, aus. Selbst bei intensivsten Bemühungen dürfte es acht bis zehn Jahre dauern, bis die Seuche besiegt sei, erklärte Wlassow vor Journalisten in Moskau.

Nach Ansicht des Hauptveterinärinspekteurs lässt die bisherige Arbeit in der Seuchenbekämpfung zu wünschen übrig. Die derzeit zu beobachtende Stabilisierung der Lage sei allein auf den saisonalen Faktor zurückzuführen.

Seuchenausbreitung verhindern 

Aktuell verfolge man das Ziel, die Verbreitung der Schweinepest über die Grenzen des am stärksten betroffenen Föderationsbezirks Süd zu verhindern. Dafür müssten allerdings die dortigen Wildschweinbestände verkleinert werden. Bislang seien dabei jedoch noch keine Fortschritte zu verzeichnen. Laut Wlassow soll außerdem nördlich des Föderationsbezirks Süd ein Schutzstreifen mit strengeren Hygieneauflagen und einer lückenlosen staatlichen Kontrolle der kompletten Warenströme eingerichtet werden.

Wohin mit den Bioabfällen? 

Ein weiteres Problem ist nach Ansicht des Veterinärbeamten der schlechte Zustand des gesamten Systems der Entsorgung von biologischen Abfällen in Russland. Dieser Bereich sei nach dem Ende der Sowjetunion zusammengebrochen und bislang nicht wieder aufgebaut worden. So funktionierten im gesamten Föderationsbezirks Süd derzeit nur zwei Anlagen für die Beseitigung von Bioabfällen, während es zu Sowjetzeiten in jeder der sechs zugehörigen Provinzen drei bis vier derartige Betriebe gegeben habe. (AgE)

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