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Aus der Wirtschaft

Russlands Importverbot für deutsche Schweine in Kraft getreten

von , am
23.11.2011

Moskau - Seit dem 15. November 2011 sind Importe von lebenden Schweinen aus Deutschland nach Russland unterbrochen.

Seit 15. November ist der Import von lebenden Schweinen nach Russland unterbrochen. © Mühlhausen/landpixel
Das hat der Föderale Aufsichtsdienst für Tier-und Pflanzengesundheit Russlands am vergangenen Freitag auf seiner Internetseite bestätigt. Die Einschränkung könne erst aufgehoben werden, nachdem der nationale Veterinärdienst des Exportlandes ein System eingeführt habe, "das volle und unbedingte Einhaltung von entsprechenden, in Russland und der russisch-weißrussisch-kasachischen Zollunion geltenden Lebensmittelsicherheitsanforderungen gewährleistet", heißt es in der Miteilung.
 
Zuvor hatte der Leiter der Behörde, Sergej Dankwert, in einem Presseinterview moniert, dass bei Schweineexporten aus Deutschland die Frist von 30 Tagen nach dem letzten Einsatz von Antibiotika nicht eingehalten werde. Seine Behörde erhalte keine entsprechenden Sicherheitsgarantien vom zentralen deutschen Veterinärdienst. Stattdessen leite dieser nur die Garantien der zuständigen Landesbehörden automatisch weiter. Das hält Dankwert für nicht ausreichend.
 
Bundeslandwirtschaftsministerium ist zuversichtlich
 
Unterdessen äußerte sich der Parlamentarische Staatssekretär vom Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Gerd Müller, zuversichtlich, dass der Handelskonflikt alsbald gelöst werde. Nicht nachvollziehbar "Ich gehe davon aus, dass die auf russischer Seite entstandenen Irritationen in dieser Woche beseitigt werden können", sagte Müller dem Presse- und Informationsdienst AgE. Dann werde eine Abordnung des Föderalen Aufsichtsdienstes aus Moskau in Berlin erwartet.
 
Müller bezeichnete in einem Gespräch mit einem Mitarbeiter Dankwerts am Rande der Agritechnica in Hannover die russische Begründung für den Importstopp als nicht nachvollziehbar. Auch nach der Ankündigung des Einfuhrverbots habe die Moskauer Veterinärbehörde keine Garantien zu Schlachtschweinen verlangt. "Wir werden unseren Partnern deutlich machen, dass für unsere Ausfuhren nach Russland die gleichen Bestimmungen gelten wie im Handel mit den EU-Ländern", kündigte der Staatssekretär an.
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