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Sauenhaltung

Sauenfruchtbarkeit: Hohe Abferkelraten im Visier

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am Mittwoch, 20.10.2021 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Neben Kennzahlen wie Wurfgröße und Ferkelverluste beeinflusst auch die Abferkelrate die Fruchtbarkeitsleistung von Sauenherden. Mit diesen Managementtipps steigern Sie den Besamungserfolg.

Eine wichtige Kennzahl, die den Betriebserfolg in der Ferkelerzeugung maßgeblich bestimmt, ist neben der Wurfgröße oder der Zahl der abgesetzten Ferkel die Abferkelrate beziehungsweise die Zahl der Umrauscher. Einmal Umrauschen pro Sau kostet den Ferkelerzeuger rund 80 Euro je Sau und Jahr. Das entspricht in etwa den Kosten für ein lebend geborenes Ferkel weniger. Mit dem richtigen Management, insbesondere rund um die Besamung, lässt sich jedoch der Grundstein für hohe Abferkelraten legen. Das Ziel sind 95 Prozent.

Hohe Abferkelraten: Besamungszentrum optimal gestalten

Dreh- und Angelpunkt für hohe Abferkelraten ist das Besamungszentrum. Die hier durchzuführenden Maßnahmen werden künftig durch neue Haltungsbedingungen beeinflusst. So müssen die Sauen spätestens ab Februar 2029 auch im Besamungstall in Gruppen gehalten und dürfen nur noch wenige Tage fixiert werden. Nach dem Absetzen bis zum Belegen gilt ein Platzbedarf von 5 m2 je Sau, davon 1,3 m2 als Liegefläche.

Wichtig: Die Empfehlungen zur Hygiene, Stimulation und Durchführung der Besamung gelten auch, wenn den Sauen mehr Platz und Freilauf angeboten werden müssen. Der Besamungsbereich ist so zu gestalten, dass er den unterschiedlichen Anforderungen an die Stimulation von Jung- und Altsauen gerecht wird.

Eine gute Aufstallung ermöglicht es den Sauen, Nase-zu-Nase-Kontakt zum Stimuliereber aufzunehmen. Denn die Stimulation der Sauen spielt für den Besamungserfolg eine entscheidende Rolle. Zudem ist es wichtig, dass die Sauen möglichst gleichmäßig vom Eber stimuliert werden, sodass höchstens fünf bis sechs Sauen gleichzeitig direkten Kontakt zum Eber haben.

Die Sauen zum richtigen Zeitpunkt besamen

Eine gute Stimulation der Sauen gibt auch wichtige Hinweise zum Besamungszeitpunkt. Die Sauen müssen zum Stimulationspeak besamt werden. Alles andere beeinträchtigt den Besamungserfolg. Dazu ist bei den Sauen ab dem Tag des Absetzens zweimal täglich eine Duldungskontrolle mit mehreren Ebern durchzuführen. Wichtig: Sämtliche Tätigkeiten rund ums Besamen – angefangen vom Absetzen über die tägliche Brunstkontrolle bis hin zur Besamung selbst – sollten zu festen Tageszeiten erfolgen.

Feststellen lässt sich der Belegungszeitpunkt anhand des Duldungsbeginns der Sauen. Die Ovulation findet etwa zu Beginn des letzten Drittels der Duldungsphase statt. Eine gute Dokumentation ist für das Besamungsmanagement unerlässlich. Alle Arbeiten rund um das Belegen können übersichtlich mit einem Farbsystem auf der Sau dokumentiert werden.

Da die Duldungslänge entscheidend für das Feststellen des Besamungszeitpunkts ist, muss sie genau erfasst und ausgewertet werden. Hierzu hat sich eine Deckmanagementanalyse (Besamungsmonitoring) bewährt. Dabei werden Beginn und Ende der Brunst sowie alle Belegungen genau erfasst und anschließend ausgewertet. Die Analyse ermöglicht einen Rückschluss darauf, ob die Sauen zum optimalen Zeitpunkt besamt wurden.

Weitere Tipps, wie Sie die Abferkelraten Ihrer Sauen steigern können, inklusive einer detaillierten Checkliste, finden Sie in der September-Ausgabe 2021 von agrarheute Schwein.

Mit Material von Gerd Vahrenhorst, GFS Ascheberg

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