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Schweinemarkt

Schlachter entziehen sich dem VEZG-Preisanstieg

Schweine und Geldscheine
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Katharina Krenn, agrarheute
am
30.01.2017

Aufgrund des sehr knappen Angebots an Schlachtschweinen konnte der VEZG-Preis um 5 Cent zulegen. Doch einige Schlachter entzogen sich der Vorgabe mit Hauspreisen.

Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Schlachtschweine (VEZG) stellte am vergangenen Mittwoch fest, dass die verfügbaren Angebotsmengen nur knapp ausreichen, um den Bedarf zu decken. Somit konnten die Erzeuger die Leitnotierung für Schlachtschweine um 5 Cent auf 1,57 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) durchsetzen.

Schlachter setzten Hauspreise fest

Bereits im Vorfeld der Preisfindung haben sich jedoch die großen Schlachtbetriebe gegen eine Erhöhung des VEZG-Preises ausgesprochen und mit Hauspreisen gedroht. Wie der Interessensverband ISN berichtet, hat Tönnies nach Veröffentlichung der VEZG-Notierung am Mittwoch ihren Hauspreis verkündet: 1,52 Euro/kg.

Die anderen großen Schlachtunternehmen folgten dem Signal aus Rheda und gaben ebenfalls einen unveränderten Erzeugerpreis bekannt. Nun fragen sich die Schweinehalter: „Ist die Dominanz jetzt so weit, dass Tönnies auch im eigentlich freundlichen Markt bei knappem Angebot die Preise diktieren kann?

Mit Material von ISN/AgE

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