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Aus der Wirtschaft

Schlachtschweine: Notierungen geben im EU-Mittel leicht nach

von , am
30.01.2012

Brüssel - Die Preise für Schlachtschweine sind in der Europäischen Union im gewogenen Mittel aller Mitgliedstaaten in der dritten Januarwoche nochmals leicht gesunken.

US-Schweinebestand vom Epidemischen Diarrhea Virus (PEDv) bedroht. © Mühlhausen/landpixel
Für die Woche zum 22. Januar 2012 ermittelte die EU-Kommission bezogen auf Tiere der Handelsklasse E einen Durchschnittspreis von 149,90 Euro je 100 Kilogramm Schlachtgewicht; das waren 0,27 Euro oder 0,2 Prozent weniger als in der Vorwoche.
 
Das Vorjahresniveau wurde mit einem Plus von fast 13 Prozent dagegen weiterhin deutlich übertroffen. 

Deutschland: Preise im Aufwärtstrend

EU-Preise für geschlachtete Schweine (Woche vom 16. bis 22. Januar).
Entgegen dem negativen EU-Trend legte der Schlachtschweinepreis in Deutschland nach zuvor kräftigen Abschlägen saisonal um 2,7 Prozent auf 153,00 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht zu. Das war auch das relativ höchste Plus in der Berichtswoche. Im Unterschied dazu mussten die Mäster in Spanien und Dänemark, den zweit- und drittgrößten Schweineproduzenten in der EU nach Deutschland, ein Preisminus von 1,5 Prozent beziehungsweise 1,7 Prozent hinnehmen.

Preisplus von 2,0 Prozent in Slowenien

In Polen fiel der Preisrückgang mit 0,3 Prozent recht moderat aus. Ungarn verzeichnete aus Sicht der Erzeuger eine Verschlechterung um 1,3 Prozent. Italien und Tschechien meldeten einen saisonalen Abschlag von jeweils 2,1 Prozent. Relativ noch stärker unter Druck standen die Schlachtschweinepreise in Griechenland, Lettland und Litauen. Über spürbar höhere Erlöse für ihre Schlachttiere konnten sich neben den Mästern in Deutschland in der Berichtsperiode auch die Schweinehalter in Slowenien bei einem Preisplus von 2,0 Prozent freuen. Um 0,1 Prozent bis 0,6 Prozent verteuerten sich Schweine der Handelsklasse E in Belgien, den Niederlanden, in Schweden, Rumänien und Österreich.
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