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Aus der Wirtschaft

Schlachtschweine: Preis liegt 24 Cent unter dem Vorjahr

von , am
14.08.2015

Die Schweinepreise stehen im August weiterhin unter Druck, nachdem es auch im Juli nicht die erhoffte Preiserholung gegeben hat. Die Preise sind aktuell 24 Cent unter dem Vorjahreswert.

Schweine dänischer Herkunft sind zukünftig unerwünscht. © fineart-collection/fotolia
Für einen deutlichen Preisanstieg fehlen nach wie vor die Impulse vom Fleischmarkt, wie Marktexperte Dr. Olaf Zinke vom agrarmanager schreibt. Das verfügbare Angebot an Schlachtschweinen ist im August zwar nicht unbedingt bedarfsübersteigend, jedoch wurden die Schweine trotz der lang anhaltenden Hitzewelle auch nicht knapper.
 
Nach den vorläufigen Daten des BLE wurden sowohl im Juli als auch bis Mitte August 2015 mehr Schweine geschlachtet als im gleichen Zeitraum des vorigen Jahres. Im Jahresvergleich ist die Zahl der geschlachteten Schweine in Deutschland bis Mitte August 2,6 Prozent größer. Für Deutschland hatte die Kommission (anders als für unsere Nachbarländer Niederlande und Dänemark) ab der Jahresmitte eigentlich einen Rückgang der Schlachtung unter das Niveau des Vorjahres erwartet. Davon ist bislang nichts zu merken. Diese Situation erklärt auch den anhaltenden Druck auf die Schweinepreise.

Moderater Anstieg für September erwartet

Die Schweinepreise (VEZG) lagen im Juli unverändert bei 1,43 Euro/kg Schlachtgewicht und geben Mitte August sogar wieder leicht nach. Gleichzeitig ist das Preisniveau jedoch etwa 24 Cent niedriger als zum gleichen Termin im Vorjahr (1,66 Euro).
 
Am Terminmarkt erwartet man für den August keine Preiserholung mehr und für den September und Oktober einen relativ moderaten Preisanstieg auf etwa 1,50 Euro. Danach soll es mit den Preisen auch schon wieder nach unten gehen. 
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