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Zucht

Schlechte Preise: Belgier wollen 100.000 Sauen aus der Produktion nehmen

von , am
02.09.2011

Belgien will mit einem neuen Ansatz gegen die schlechte Situation der Sauenhalter vorgehen: Die flämische Schweinehalterorganisation VEVA präsentierte einen Plan, um die Sauenbestände zu reduzieren.

Eine Schweinerei? Die SZ will der Initiative Tierwohl "Geldprobleme" andichten. © Mühlhausen/landpixel
Die flämische Schweinehalterorganisation VEVA hat laut Agrarisch Dagblad einen Plan vorgestellt, nach dem der belgische Sauenbestand um 100.000 Tiere reduziert werden kann. Diese Menge an Sauen entspricht ungefähr 20 Prozent der gesamten Bestände in der Region Flandern. Flandern liegt im nördlichen Landesteil und dort konzentriert sich die belgische Schweineproduktion.

Gebühr: Ein Euro je Mastschwein

Die VEVA stellt sich vor, dass für jede Sau 650 Euro gezahlt werden. Die benötigten 65 Millionen Euro sollen über eine Gebühr von einem einem Euro pro Mastschwein finanziert werden. Der flämische Premierminister Kris Peeters wurde in die Pläne bereits eingeweiht.
 
Die Motivation der VEVA ergibt sich aus der aktuell schlechten wirtschaftlichen Situation der flämischen Schweineproduktion. Aufgrund niedriger Fleischpreise reduzierte sich die Nachfrage der Mäster nach Ferkeln. Ein weiter wachsendes Überangebot von Ferkeln ist die Folge. Zusätzlich belasten auch die belgischen Sauenhalter die anstehenden Investitionen in die Gruppenhaltung von Sauen, die bis 2013 abgeschlossen sein müssen.
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