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Afrikanische Schweinepest

Schmidt: Schweinepest-Verordnung soll verschärft werden

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt auf der IGW
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Wiebke Herrmann, agrarheute
am
19.01.2018

Christian Schmidt kündigt auf der Agrarministerkonferenz eine Verschärfung der Schweinepest-Verordnung an. Der EU-Gesundheitskommissar erklärt anlässlich der Internationalen Grünen Woche, dass die Afrikanische Schweinepest in der Europäischen Union nicht außer Kontrolle sei.

Christian Schmidt kündigte eine Verschärfung der Schweinepest-Verordnung an. Damit reagiert der Bundeslandwirtschaftsminister auf das aktuelle Risiko eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland. Er werde die Verordnung in Kürze vorlegen, sagte er auf der Agrarministerkonferenz (AMK) am Donnerstag (18.01.2018) in Berlin. Die Verschärfung solle mit Bund und Ländern abgestimmte Desinfektionsmaßnahmen im größeren Rahmen vorsehen. Zudem solle es um eine ausgeweitete Jagd auf Wildschweine gehen.

Der Minister appelliert, Tierhygienemaßnahmen konsequent durchzuführen und vor allem Nutztier- von Wildschweinbeständen abzuschotten. Außerdem müssten die Zahl der Wildschweine reduziert und der Pendelverkehr und Tourismus beobachtet werden. Die Seuche soll ein regionales Phänomen bleiben, erklärt Christian Schmidt. Der EU-Agrarkommissar Phil Hogan habe bereits zugesagt, Deutschland bei der präventiven Bekämpfung von Folgen der ASP, vor allem im Hinblick auf den Export, zu unterstützen.

EU-Gesundheitskommissar hält ASP für nicht außer Kontrolle

Der EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis erklärte am Donnerstag in Berlin anlässlich der Internationalen Grünen Woche, dass die Afrikanische Schweinepest in der Europäischen Union nicht außer Kontrolle sei. Es sei jedoch der maximale Einsatz aller Verantwortlichen nötig, um ein Übergreifen der Seuche auf Deutschland zu verhindern.

Der EU-Gesundheitskommissar appelliert an Russland, verlässliche Daten über infizierte Wildschweine zu liefern. Russland habe seine Behauptung, die ASP sei über die EU nach Russland gekommen, inzwischen zurückgezogen. Darüber hinaus sei aber nichts geschehen. Auf den Vorschlag einer Partnerschaft bei der Überwachung der Seuche sei Russland bisher nicht eingegangen.

Mit Material von dpa
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