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Schwanzbeißen: So beugen Sie vor

dlz agrarmagazin/Eva Eckinger/agrarheute
am
13.05.2015

Eine aktuelle Studie zeigt erfolgreiche Maßnahmen gegen das Schwanzbeißen im Schweinestall auf. Besonders vielversprechend ist frisches Stroh.

Schwanzbeißen stellt in der Schweinehaltung immer wieder ein Problem für die Tiergesundheit dar. Es kann plötzlich und wiederholt auftreten.
 
Wie die dlz Primus Schwein berichtet, arbeitet die Christian-Albrecht-Universität Kiel derzeit an einer Studie, um dem Phänomen auf die Spur zu kommen.

Frisches Stroh weckt Interesse

Die Forscher fanden heraus, dass Bissattacken eingedämmt werden können, wenn täglich eine frische Ladung Stroh bereitgestellt wird. Sobald das Stroh jedoch den Geruch des Stalles angenommen hat, verlieren die Schweine das Interesse daran. Die Folge: Sie wenden ihre Aufmerksamkeit wieder vermehrt den Schwänzen ihrer Buchtgenossen zu.

Verletzungen deutlich verringert

Eine weitere Maßnahme zeigte Erfolg. Die Gabe von Luzernestroh und Maissilage, noch vor dem Absetzen der Ferkel verfüttert, brachte eine deutliche Verringerung der Verletzungen an den Schwänzen mit sich. Auch das Anbieten von Jutesäcken sowie eines Stroh-Torf-Gemisches erwies sich als hilfreich, da die Tiere dadurch abgelenkt wurden.

In Bildern: 10 Tipps zur Minimierung der Ferkelverluste

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