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Schwanzkupieren im Praxistest: Schweinehalter gesucht

von , am
17.08.2015

Nachdem in Niedersachsen künftig bei mehr als 115.000 Mastschweinen der Schwanz dran bleibt, sucht auch Bayern jetzt Schweinehalter für den Praxistest. Eine Pauschale gibt es für Zusatzaufwendungen.

In Niedersachsen sollen bei gut 115.000 Mastschweinen die Ringelschwänze dran bleiben. © agrar-press
Um das Tierwohl weiter zu verbessern, soll der Verzicht aufs Schwanzkupieren bei Ferkeln nicht nur in der Forschung, sondern auch in einem Praxistest erprobt werden. Für den Praxistext werden in Bayern kombinierte Zucht- und Mastbetriebe gesucht, die bei einem Teil ihrer Ferkel auf das Kupieren der Schwänze verzichten und diese Tiere bis zur Schlachtung behalten. Die Betriebe werden von Experten der Fachzentren für Schweinezucht und -haltung an den Landwirtschaftsämtern intensiv fachlich unterstützt. Wissenschaftlich begleitet wird die Erprobung von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft.

Betriebe erhalten Pauschale für Aufwendungen

Um die zusätzlichen Aufwendungen wie
  • eine intensivere Tierbeobachtung,
  • Aufzeichnungen oder
  • zusätzliches Beschäftigungsmaterial wie Strohraufen oder Bälle
zumindest teilweise zu erstatten, erhalten die teilnehmenden Betriebe eine Pauschale. Im Vordergrund sollte allerdings das Eigeninteresse der Betriebe stehen, auf das Schwanzkupieren zu verzichten.

Bis Mitte September noch mitmachen

Interessierte Landwirte können sich noch bis Mitte September bei dem für sie zuständigen Fachzentrum für Schweinezucht und -haltung an den Ämtern für Ernährung Landwirtschaft und Forsten in Ansbach, Coburg, Landshut, Passau-Rotthalmünster, Schwandorf, Töging a. Inn, Wertingen und Würzburg melden.
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