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Schweden: Erstmals seit 2003 wieder mehr Schweine

von , am
04.11.2013

Stockholm - Mehr Ferkel, mehr Muttersauen - sie sind die Ursache für den erstmals seit zehn Jahren gestiegenen Schweinebestand in Schweden. Von einer Trendwende will man aber noch nicht sprechen.

In Mecklenburg-Vorpommerm sollen konventionelle Mastschweine als Bioschweine verkauft worden sein. © Mühlhausen/landpixel
In Schweden wurden 2013 mehr Schweine gehalten als im Vorjahr. Damit könnte womöglich ein langjähriger Trend zu immer weiter schrumpfenden Beständen unterbrochen worden sein.
 
Wie das schwedische Statistikamt auf Basis vorläufiger Zahlen bekanntgab, wurden zum Stichtag 30. Juni in dem skandinavischen Land insgesamt 1,398 Millionen Schweine gehalten. Das waren gut 34.000 Tiere oder 2,5 Prozent (%) mehr als ein Jahr zuvor. Der Großteil des Wachstums entfiel dabei auf steigende Bestände bei Ferkeln und Muttersauen.

Statistikamt will noch nicht von Trendwende sprechen

Nach Angaben des Statistikamtes ist diese Entwicklung trotz des vergleichsweise überschaubaren Anstiegs bemerkenswert, weil die schwedischen Schweinebestände seit 2003 stetig gesunken waren. Die Landwirtschaftsbehörde Jordbruksverket betont allerdings, dass derzeit noch nicht von einer echten Trendwende gesprochen werden könne. So seien die Angaben aus der Bestandserhebung noch vorläufig, außerdem habe man bei den Schlachtschweinen in der aktuellen Zählung sogar einen leichten Rückgang registriert.
 
Angesichts steigender Marktpreise und stabiler Nachfrage sehen die Fachleute aber gute Chancen für eine Verstetigung der positiven Bestandsentwicklung in den kommenden Jahren.

Marktreport: Trends am Schweinemarkt

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