Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Nordirland

Schwein „befreit“: 40 Tierschutzaktivisten dringen in Stall ein

liegendes Schwein
am Donnerstag, 16.01.2020 - 12:20 (Jetzt kommentieren)

40 Tierschutzaktivisten sind am Dienstagmorgen in eine Farm in Nordirland eingedrungen und haben ein Schwein „befreit“.

Tierschutzaktivisten-Stalleinbruch

Rund 40 Tierschutz-Aktivisten der globalen Bewegung „Meat the Victims“ sind am Dienstagmorgen in eine Farm in Nordirland eingedrungen und haben ein Schwein „befreit“. Mitglieder der Gruppe haben Live-Videoaufnahmen ihrer Aktionen auf dem Bauernhof sowie Fotos der Tiere veröffentlicht. Einige Fotos zeigten tote oder verletze Schweine. Gegen 4.30 Uhr in der Früh drangen die Aktivisten in den Stall an. Einige von ihnen sind extra für diese Aktion in Land geflogen. Sie identifizierten dann im Stall ein Schwein, das sie "retten" wollten und nahmen es vom Hof mit. 

Polizei und Landwirtschaftsministerium ermitteln gegen den Betrieb

Polizeibeamte waren zwar vor Ort, sagten aber später, dass keine kriminellen Handlungen stattgefunden hätten. Ein Polizeisprecher sagte: „Die Polizei erhielt einen Bericht über einen Protest, an dem mehrere Personen auf einer Farm in der Gegend von Cloughmills gegen 4.30 Uhr morgens teilnahmen. Die Polizei war anwesend und sprach mit den Demonstranten, die das Grundstück kurz vor 7 Uhr morgens verließen. Während des Vorfalls gab es keine Berichte über irgendein kriminelles Vergehen.“

Das Landwirtschaftsministerium schickte Kontolleure in den Betrieb, um den Behauptungen der Gruppe nachzugehen, dass die Tiere unter schlechten Bedingungen gehalten wurden. Derzeit werde der Vorfall verfolgt und ermittelt, teilte ein Sprecher des Departments mit. Der Betrieb ist Mitglied des Qualitätssicherungssystems Red Tractor, das ebenfalls eine Untersuchung eingeleitet hat.

Die Besitzer wiesen unterdessen darauf hin, dass die Aktion der Aktivisten zu Biosicherheitsrisiken geführt habe. Außerdem stellten sie in Frage, dass die Aktivisten in der Lage seien, sich um das von ihnen mitgenommene Schwein zu kümmern.

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...