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Aus der Wirtschaft

Schwein: Großes Angebot drückt auf die Preise

© Mühlhausen/landpixel
von , am
16.12.2013

Mitte Dezember rutschten die Schweinepreise in Deutschland wieder unter die Marke von 1,70 Euro. Dabei hatte es Ende November noch einen relativ unerwarteten Preissprung nach oben gegeben.

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Die Preiserholung Ende November war jedoch nur von kurzer Dauer - mittlerweile zeigt die Preiskurve wieder nach unten. Auch die Erwartung an den Terminmärkten ist für die nächsten Monate eher pessimistisch.
 
Das entspricht allerdings auch dem üblichen saisonalen Verlauf der Schweinepreise, die ihren tiefsten Punkt meist im Januar erreichen.

Angebot/Schlachtung deutlich größer als 2012

Das Angebot an Schlachtschweinen war in diesem Jahr in Deutschland deutlich größer als im Vorjahr  und noch weitaus größer als vor zwei Jahren (2011). Nach den wöchentlich abgerechneten vorläufigen Schlachtzahlen der meldepflichtigen Schlachtbetriebe durch das BMELV wurden bis Anfang Dezember 3,5 Prozent (%) mehr Schweine geschachtet als im Vorjahr und sogar elf Prozent mehr als vor zwei Jahren.
 
Angesichts der nach wie vor sehr hohen Schlachtmengen ist eine deutliche Preiserholung derzeit nicht zu erwarten.

Export läuft gar nicht schlecht

Entlastung könnte lediglich der für Deutschland sehr wichtige Export bringen. Bis September kam rund ein Viertel der EU-Exporte in Drittländer aus Deutschland. Nach den Daten der EU-Kommission waren die Drittlands-Ausfuhren Deutschlands in den ersten neun Monaten des Jahres nur vier Prozent kleiner als 2012. Beim deutschen Drittlandsexport gehen die größten Mengen nach China und Honkong.
 
Die wichtigsten Abnehmer von deutschem Schweinefleisch sind Italien, Polen, die Niederlande, das Vereinigte Königreich Österreich, Dänemark und Tschechien. Vor allem bei den ost- und südeuropäischen Abnehmern dürfte sich die europäische Wirtschafts- und Finanzkrise jedoch bei der Nachfrage bemerkbar machen.
 
 

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